Sabrina Sadowska, Edvin Revazov «Rhapsody in C»
Da kann wirklich niemand widerstehen: Ein Ballett über George Gershwin muss natürlich auf der Klaviatur all der wunderbaren Songs daherkommen, die der Amerikaner – Sohn russisch-jüdischer Einwanderer – komponiert hat. Von «I Got Rhythm» bis «Summertime», von «Love is Here to Stay» bis «The Man I Love» und und und … einmal quer durch die Galerie unsterblicher Notenwunder, die der 1898 in Brooklyn geborene, 1937 in L.A. an einem Hirntumor verstorbene Gershwin zu Papier gebracht hat.
Auf der Bühne des Chemnitzer Opernhauses ist es der Pianist Jeffrey Goldberg, der diese Klangwelt zum Leben erweckt, sozusagen als akustisches Alter Ego des Tonsetzers.
Szenen und Choreografie für «Rhapsody in C» hat Ballettchefin Sabrina Sadowska entworfen, nur an einer Stelle hat sie die Verantwortung abgetreten. Für Gershwins swingende «Rhapsody in Blue», die den zweiten Teil des Abends einleitet, wurde Hamburgs Starballerino Edvin Revazov angeheuert. Keine unbedingt kunstprofitable Entscheidung.
Dabei bewegen sich die ersten fünf Kapitel dieser getanzten Gershwin-Biografie mit schwungvoller Allüre durch die Straßen New Yorks zwischen Brooklyn Bridge, Empire State Building und Central Park. Per ...
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