Roman Novitzky

Tanzakteure mit den besten Aussichten

Tanz - Logo

Wie macht er das nur? Tanzen, choreografieren, fotografieren, mitten in der Saison eine wichtige Premiere, kurz danach die erste Ausstellung? Roman Novitzky ist bei allem, was er anpackt, nicht das, was man einen Tausendsassa nennt. Bewundernswert am Ersten Solisten des Stuttgarter Balletts ist weniger, wie er als Multitalent alles unter einen Hut bekommt. Hoffnungsfroh stimmt eher die Ernsthaftigkeit, mit der er Dinge angeht und sich Wege eröffnet, die über den Tanz hinausweisen.

Ob Dramaturgie, Bildschnitt, Lichtverhältnisse: Als Choreograf wie als Fotograf mit Kunstanspruch ist es wichtig, einen Schritt zurücktreten zu können, um aus der Distanz den Überblick zu wahren. 

Novitzky kann das, und ist doch mit seinen Tanzbildern auch mittendrin, wenn er während der Vorstellungen aus den Seitengassen die Kollegen beobachtet, ihre Konzentration zuspitzt, flüchtige Emotionen festhält. Durch ungewöhnliche Perspektiven überraschen seine Fotografien, nachklickbar unter www.romannovitzky.com. Wie flüchtig der Tanz ist, weiß der Slowake aus eigener Erfahrung, als Solist steht er auf der Bühne oft genug seinen Mann, als eleganter Onegin so überzeugend wie als Muskelprotz in Glen Tetleys ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2018
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 168
von Andrea Kachelrieß

Weitere Beiträge
Akram Khan

Heimat ist für mich ein Rückzugsort, an dem ich mich erneuern kann wie eine Schlange, die ihre Haut abstreift. Ein Ort, an dem ich das Gegenteil von XENOS empfinde. Aber es ist wichtig, dass wir versuchen, den Begriff auch dynamisch zu denken. Denn einige, wenn nicht die meisten von uns, betrachten Heimat als statisch, als feste Adresse.

Für mich ist Heimat etwas...

Ana Morales

Ana Morales wurde in Barcelona geboren, tanzte schon als Kind, ging später aufs Konservatorium und wurde mit 16 Jahren für ein dreijähriges Stipendium der Compañía Andaluza de Danza auserwählt, in die sie später als Solistin zurückkehren sollte, um mit ihr die ganze Welt zu bereisen. 2009 wurde sie mit einem der wichtigsten Preise für Flamencotanz, dem «Premio...

Oona Doherty

Ihre Performances gehen auf direktem Weg ans Eingemachte. Inzwischen lässt Oona Doherty die viszerale Intensität, die sie als Performerin auszeichnet, auch in eigene Choreografien einfließen: glühende, aufrichtige Porträts männlicher und weiblicher Identitäten, geformt unter dem Schmiedehammer der Gesellschaft. Ihr Stück «Hope Hunt» brachte den choreografischen...