Robert Wilson: "Die Dreigroschenoper"
So spricht der providential man hinter Claus Peymann, hinter dem Gralshüter am Berliner Ensemble, diesem Mann hinter dem Brechterbe, das er hüten lässt von einem Mann, der seit zehn Jahren hinter Peymann steht: «Was ich an Brechts Theater interessant finde, ist der Raum dahinter: Hinter dem Text steht feinste Ironie, hinter der Geschichte steht Idee, hinter den Personen stehen Geschichten, hinter dem Raum ist Spannung.
»
Das Wort «hinter», das in diesem Satz fünfmal vorkommt, steht kongenial für Robert Wilsons Bühne: Leuchtende Rechtecke verlängern elegant den Bühnenrahmen nach hinten (Wilsons Trademark). Gegen diesen leuchtenden Hintergrund zeichnen sich die Figuren des vor 79 Jahren hier uraufgeführten Songspiels «Die Dreigroschenoper» scherenschnittartig ab (ebenfalls Wilsons Trademark). Und alles spielt hinten: ein Figurenballett, in dem die Personen mit leuchtenden Recht-, Vier- und Dreiecken tanzen, sie gelegentlich als Leitern benutzen. Keine Illustration, sondern ein feines, fernes Gitterwerk, das in seinen Bühnenchoreografien neben dem Licht – Trademark: Wilson – die Hauptrollen spielt. Die Spieler bewegen sich wie ferngesteuert auf einen Lichtpunkt zu, wie die vom Radar ...
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