Robert North: «Tempus fugit»
Wer in Krefeld unter dem Titel «Tempus fugit» ein neues, in sich geschlossenes, abendfüllendes Ballett über das Verstreichen der Zeit erwartete, sah sich getäuscht. Präsentiert wurde ein dreiteiliges Programm mit älteren Stücken von Robert North. Zu etwas Neuem hat der Balance-Akt zwischen seiner Arbeit als Chef der Münchner Ballett-Akademie und seiner Tätigkeit als Chefchoreograf der Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach North bislang nicht kommen lassen; seine erste Uraufführung der Saison, «Tschaikowskys Träume», wird erst am 1.
März in Mönchengladbach herauskommen.
Er habe, so North in einem im Programm abgedruckten Interview, «dem Publikum eine Vielfalt an Musik und Tanzstilen zeigen» und außerdem «den Tänzern und Zuschauern meinen Choreografiestil» vorstellen wollen. So sieht man in Krefeld nun das Vivaldi-Stück «Tempo», das sich North 2005 für das Conservatoire de Lyon einfallen ließ, das Schubert-Ballett «Der Tod und das Mädchen», 1980 für das London Contemporary Dance Theatre geschaffen, und die Flamenco-Etüde «Entre Dos Aguas», die 1984 beim damals von ihm geleiteten Ballet Rambert entstand. Bis auf die arg weichgespülten Flamenco-Formationen, für ...
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