richard siegal

hat soeben eine DVD mit seiner Arbeitsmethode veröffentlicht. Seine neue Choreografie ist ein Piratenstück und eröffnet in München «Dance 2010».

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Die Ballettstangen werden zur Seite gestellt, die Geigerin, die das Training begleitet hat, packt ihr Instrument ein und geht. Die Tänzer verteilen sich im Raum. Pause beim Workshop der «Tanzwerkstatt Europa» in München. Richard Siegal beginnt sich zu bewegen, verlagert das Gewicht, fällt, zieht den Körper lang und wieder zusammen, schnörkelt mit der Hand. Dazu redet er leise, fast mit sich selbst. Alexeij Sagerer, Münchner Urgestein der freien Theaterszene, sitzt im Hintergrund und schaut zu.

Manchmal steht er auf, streicht das Trachtenhemd glatt und die langen grauen Haare zurück, probiert einen Schwung, eine Geste. 

Warum ausgerechnet Sagerer in Siegals Work­shop auftaucht: «Vielleicht arbeiten wir in seinem neuen Stück zusammen. Mal schauen, was er so macht», sagt Sagerer. Entschieden ist noch nichts, aber es gilt die Münchner Losung «A bissel was geht immer». Aus diesem Gespann könnte etwas werden bis zur Premiere, die das Festival «Dance 2010» eröffnen wird. Gefallen dürfte dem provokanten Gründer des Prozessionstheaters die Idee von «©oPirates». Es geht um Austausch und Teilen, Eigentum und Kooperation, privates Ego und öffentliche Partizipation. Siegals Workshop-Teilnehmer ...

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Tanz Oktober 2010
Rubrik: menschen, Seite 20
von Katja Schneider

Vergriffen
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