newcomer: Nele Suisalu
Der verschobene Mund, die schief gezogene Schnute – ihr Bild ist eines der markantesten, das für das Berliner Festival «Tanz im August» warb: Es gehört der in Frankreich lebenden Estin Nele Suisalu, eine von sechs Choreografen des portugiesisch-deutsch-französischen Förderprogamms «Looping». Fördern heißt hier nicht fordern, sondern staunen: über Nele Suisalus Solo «Home (Lessness) Sickness».
Die 29-jährige Schülerin von Xavier Le Roy und Mathilde Monnier bewegt sich als Mummenschanz, verwickelt in Kleidungsstücke, derer sie sich entledigt in verschlafener Trance, Shirts und Hosen ständig anders um den Leib schnürt, innehält, sich mit rauer Stimme selbst als Engel besingt, gespiegelt in einem silbernen Heliumkissen, vor dem sie geschminkt ein Gedanke an 1944 überfällt: Estland, Rückkehr des Großvaters aus der Evakuierung. Aus zwei Lautsprechern stimmen U-Bahn-Musiker ein «Ave Maria» an. Nele Suisalu verharrt, springt, schließt ihre Augen, das Licht verlischt. Es ist: ein Halbschlafstück. Unlogisch, unkomponiert, unmöglich. Wie «der Schlaf», sagt Nele Suisalu: «Er ist ein Zuhause, das wir nicht verlassen, vermieten oder verkaufen können.» Der Schlaf ist ortlos, der Schlaf ist der ...
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arte
2. Okt., 8.45h; 12. Okt., 10.05h: «Mariä Verkündigung», Tanzstück von Angelin Preljocaj, F 2002
3. Okt., 9.45h; 7. Okt., 7.30h; 20. Okt., 4.30h: «One Flat Thing, reproduced», Ch.: William Forsythe, Tanzfilm von Thierry De Mey, F 2006
10. Okt., 9.50h: «Chaconne», Ch.: Christian Spuck, Tanzstiftung Birgit Keil, D 2004
11. Okt., 21.55h: «Leonard Bernstein. The Making...
war freie Tänzerin in Berlin, ging früh in den Widerstand gegen Hitler und hatte sehr viel Glück. 1942 von der Gestapo verhaftet, konnte sie sich nach einem Bombenangriff befreien, versteckte sich in der Steiermark, blieb nach dem Krieg in Wien und tanzte, gegen erneute Widerstände, in den sozialistischen Ländern, auch in Ost-Berlin. Sie starb 1962.
1995 sah die...
ist wieder da. Darmstadt hebt am 5. November seine «Ulrike Meinhof» in den Spielplan, eine widerborstige Kritik an Deutschlands Umgang mit dem damals so getauften Terror. In Cottbus tritt er wieder selbst an, zum 225. Geburtstag des Fürsten von Pückler-Muskau, dessen «Pückler-Eis» jedes Kind kennt. Seine Schlösser und Parks in Bad Muskau und Cottbus-Branitz, seine...
