Praxis klein 3/21
der lehrer
david hernandez
Sie sind weltweit als Choreograf und Pädagoge unterwegs, gerade arbeiten Sie in Essen bei Folkwang, wobei Ihre Homebase bei P.A.R.T.S. in Brüssel ist. Dort haben Sie eine eigene Trainingstechnik entwickelt – «Dynamic Movement Systems». Was ist das?
ch möchte noch nicht von einer Technik sprechen. Dafür habe ich zu viel Respekt vor den modernen Pädagogen. Mein System ist noch in der Entwicklung. Ich habe darin ein umfangreiches Schrittmaterial strukturiert, das ich in den vergangenen 28 Jahren bei P.A.R.T.
S. erarbeitet habe. Es besteht aus vier aufeinander aufgebauten Teilen.
Wie sehen die aus?
Zunächst geht es um Explorational Improvisation. Hier werden Techniken eingeführt, die die Schüler oder Tänzer durch das Improvisieren mit ihrem eigenen Vokabular unter Anleitung entdecken. Dann Bodywork – hier geht es darum, den Körper als Instrument für gesundes, kraftvolles Tanzen aufzubauen, insbesondere seine neurologischen Fähigkeiten in Bezug auf Virtuosität, Präzision und Ausdruck. Etude Work: Wir studieren kleine, choreografische Einheiten ein und lernen gleichzeitig bestimmte technische Fähigkeiten. Schließlich Choreografie und Repertoire, um das Erlernte ...
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Tanz März 2021
Rubrik: Praxis, Seite 56
von Redaktion
Das Manifest der Schweriner Tänzer*innen (Seite 50) wirft die Systemfrage auf. Das Ensemble, das beinahe vollzählig aufgrund eines Intendantenwechsels «nicht verlängert» wurde, greift die derzeitige Nicht-Verlängerungs-Praxis an und stellt damit eine jahrzehntelange Usance infrage. Rechtlicher Hintergrund der Nicht-Verlängerung ist die im Tarifvertrag NV Bühne...
Ein Film. Gleich in der ersten Einstellung wird klar, dass wir es bei «The Dreamers Ever Leave You» nicht mit der filmischen Dokumentation eines Tanzstücks zu tun haben, sondern mit einem Film als eigenständigem Kunstwerk: Der Fokus geht ganz nahe auf die Fingerspitzen von Noah Parets. Ein Zittern, eine Muskelanspannung, mehr ist nicht zu sehen, der Zuschauerblick...
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