Foto: Ann Ray

Play

Spaß, Spiel, Spannung: Alexander Ekman choreografiert für das Pariser Opernballett ein zirzensisches Spektakel mit todernsten Einschlägen – und beschert Direktorin Aurélie Dupont einen glanzvollen Auftakt

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Es könnte Chanel sein. Vielleicht auch Hermès. Auf jeden Fall glitzert die Jacke der Dame – Sitzplatz im Palais Garnier: erste Reihe, Balkon links – so golden wie eine mit Brokat überzogene Weihnachtskugel. Verhaltener ist das Lächeln, das Aurélie Duponts Lippen umtänzelt. Immerhin dürfte an diesem Abend einige Anspannung im Spiel sein. Spiegelbildlich zur Directrice de la danse der Pariser Oper hat auf dem rechten Balkon der Mann Platz genommen, der für die Inszenierung verantwortlich zeichnet und dessen Name gleich auf dem Vorhang erscheinen wird – als Projektion.

Die Verbeugung vor dem Kino ist eine Novität fürs Premierenpublikum, genau wie die vier orgelpfeifengleich postierten Saxofone, die auf dem geschlossenen Orches-tergraben ihrer Bestimmung harren. 

Doch schon marschieren vier Musiker herein und rollen die ersten Fransen des bildhübschen Klangteppichs aus, den Mikael Karlsson eigens für diesen Anlass entworfen hat. Während sie sich ans Werk machen, erscheinen nacheinander die Namen aller Beteiligten bis hin zu den Technikern im Vorspann zu «Play» − «Chorégraphie et Décors: Alexan-der Ekman». So heißt der Mann, der äußerst vergnügt dem Ergebnis dessen entgegensieht, was ...

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Tanz Januar 2018
Rubrik: Produktionen, Seite 8
von Dorion Weickmann

Vergriffen
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