Pau Aran «Erinnerungen an den Widerstand»
In «Erinnerungen an den Widerstand» spürt der katalanische Choreograf Pau Aran auf der Werkstattbühne des Pfalztheaters dem Ringen homosexueller Menschen um Sichtbarkeit in der Gesellschaft nach. Die Bühne von Juan Sebastián Domínguez Morillo zeigt einen alten, zweiteiligen Apothekerschrank mit vielen Fächern. Eine junge Frau tritt sinnend auf ihn zu, mystisch schwebende Musik lässt eine entrückte Stimmung zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen Gestern und Heute entstehen.
Einzelne Schubladen des Schrankes öffnen und schließen sich langsam, Hände recken sich ihr entgegen, sie halten Dokumente. Nach und nach gibt der Apothekerschrank Menschen und ihre Geschichten heraus: Die Bühne füllt sich mit sieben Tänzerinnen und Tänzern, die Kostüme von Isabel Peña Mella verorten sie in den 1960er- bis 1990er-Jahren.
Schnell entspinnen sich kleine Geschichten. Eine junge Frau, mit Plakaten bedeckt, wird mit Klebeband an dem Apothekerschrank fixiert wie an einem «Schandpfahl». Ein Teil des Apothekerschranks wird umgedreht: Seine Rückseite ist mit alten Fotos, Plakaten und Zeitungsausschnitten bunt beklebt, die Tänzer tauchen in diese Geschichten ein und vergegenwärtigen sie so.
Zu leisen ...
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Tanz Februar 2026
Rubrik: Kalender, Seite 47
von Konstanze Führlbeck
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Berlin
10. BIENNALE TANZAUSBILDUNG
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