Nachrichten tanz 2/26

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Berlin
10. BIENNALE TANZAUSBILDUNG
Alles steht und fällt mit der Ausbildung – das gilt fürs tanzende Berufsfeld umso mehr, als der Laufbahn-Start in die Vorpubertät fällt. Heranwachsende müssen innerhalb weniger Jahre lernen, sich multiflexibel, multiversatil und multipotent aufzustellen, um dem komplexen Ensemble-Alltag gewachsen zu sein und das Verletzungsrisiko zu minimieren. Es gilt, viele alte Zöpfe abzuschneiden. Immer noch unterrichten teilweise Lehrkräfte, die dafür kaum präpariert sind, von Supervision zu schweigen.

Immer noch werden Bodyshaming und Mobbing kolportiert. Und immer noch scheinen Kinder ins System geschleust zu werden, die dafür nicht die medizinisch notwendigen Voraussetzungen mitbringen. Weil Zuschüsse und Lehrer*innenstellen staatlicher Einrichtungen an die Zahl belegter Plätze gekoppelt sind. Über all das müsste endlich in aller Offenheit debattiert werden.

Die «Biennale Tanzausbildung» wird das nicht leisten, aber vielleicht setzt sie Impulse, die in Richtung Selbstreflexion weisen. Denn das Treffen findet immerhin zum zehnten Mal statt und versammelt die deutschen Akademien fast vollzählig in Berlin, als Gastgeberin amtiert die Staatliche Ballettschule ...

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Tanz Februar 2026
Rubrik: Praxis, Seite 72
von

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