Parkett International: Frankreich II

«Dansathon» im Maison de la danse in Lyon: ein europäisches Projekt auf der Suche nach der Zukunft des Tanzes

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In so mancher Produktion tragen Tänzer heute Kostüme, die aus dem 3D-Drucker kommen. Schon in wenigen Jahren dürften sie sich von ebenso künstlich hergestelltem Fleisch ernähren und Räume bespielen, in denen die Unterschiede zwischen Realität und Virtualität kaum noch erkennbar sind. Doch wie schaffen reale Körper den Übergang in die virtuelle Realität? Kann künstliche Intelligenz am Ende sogar choreografieren? Die Herausforderungen an den Tanz sind enorm, will er nicht den Anschluss verlieren. Im 20.

Jahrhundert waren die Cunninghams, Bauschs und Forsythes der gesellschaftlichen Entwicklung noch voraus und wurden ausgebuht, bevor sie triumphierten. Ihre Visionen brauchten Zeit, um sich durchzusetzen.  

Heute hat der Tanz keine Zeit zu verlieren. Wir brauchen schnellstens neue Ansätze, damit Tanz sich in der irrealen Realität zurechtfinden kann. Ein solches Modell startete im vergangenen Herbst auf europäischer Ebene. «Dansathon» heißt die Initiative, in Anlehnung an das Modell des Hackathon, dem Speed-Dating von Digital Creatives, das neue Entwicklungen anstoßen soll. Der «Dansathon» entstand dank Förderung durch die Kulturstiftung der Pariser Bank BNP Paribas und ist ein Joint ...

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Tanz Jahrbuch 2019
Rubrik: Parkett International, Seite 142
von Thomas Hahn

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