Paris Royal
Sie heißen Sohel, Marc, Hok-Heng, Igor, Skali, Clochette und Julien. Sie sind Feuerwehrmann, Student, Verkäufer. Und treffen sich, so oft es geht, vor den schönsten Pariser Bauwerken, wenn sich dort ein paar hundert Quadratmeter ebener Asphalt finden. Sie trainieren mit Blick auf den Invalidendom, den Palais Royal oder in einer schicken Einkaufspassage. Und begeistern Touristen direkt neben Notre-Dame oder auf der Esplanade am Trocadéro, mit Blick auf den Eiffelturm. Sie laufen Rollschuh, hätte man früher gesagt.
Heute geht es darum, als Rider im Free-Style-Slalom Figuren zu entwickeln, die immer choreografisch sind. Der Speed-Slalom nach US-Vorbild reicht ihnen nicht. Der Trend geht zu kurvenreichen, langsamen Figuren. Die Kultur des urbanen, modernen Gleitens der Surfer, BMX-Rider, Skateboarder nähert sich dem Tanz immer mehr an. Die Websites der französischen «slalomeurs» setzen sich mit Tags in Szene, wie im HipHop.
«Die Mehrheit von uns lebt in Paris, wir fahren auf unseren Rollerskates zum Training, und das würde aus einer entfernten Banlieue zu lang dauern», sagt Julien, der ganz wie ein Sohn aus gutem Haus aussieht. Es wäre undenkbar, dass sie mit der Metro fahren. ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Es war einmal, lang her, Juli 1981 im italienischen Polverigi: Geburtsstunde der europäischen Netzwerker, des Informal European Theatre Meeting (IETM), das sich seit 2005 das «International network for contemporary performing arts» nennt. Bei Wein und Spaghetti beschloss man im Garten der Villa di Polverigi, eine Lobby «für» talentierte Künstler zu gründen, die...
Shakespeare lässt die Liebe sprechen, und Marco Goecke gibt ihr Gestalt: Kaum sichtbar, scheinen Marietta Kro und Martin Chaix ganz Emotion. Die eingeschwärzte Bühne ist erfüllt vom Klang ihrer Körper und von Geräuschen – eine Insel, wie sie Caliban im «Sturm» beschreibt: unerklärlich und von einer Sinnlichkeit, die jeder Schilderung spottet. Schwer zu sagen, was...
As the performance opened, the frail figure of Higginbotham was slumped in a beach chair in what looked more like a gravel-pit than an exotic beach, in spite of the artificial sunshine and fluffy clouds. Her movements as well as her monologues held the essence of the performance. One of the most memorable monologues was her naming of personal belongings, her voice...
