bridget breiner
Zum Choreografen, so dachte Bridget Breiner, müsse man sich berufen fühlen. Doch ein Freund, der sehr viel Ahnung von Theater hat, drängte sie, es einmal auszuprobieren. «Das ist wichtig für deine künstlerische Entwicklung», meinte er. Es stand gerade ein Choreografenabend der Stuttgarter Noverre-Gesellschaft an, und da sie Zeit hatte und zwei kreative Tänzer fand, probierte sie es eben.
«Es hat mir tatsächlich Spaß gemacht, gerade mit jungen Tänzern zu arbeiten», erinnert sie sich und sagt: «Vielleicht, weil ich mich da freier fühlte und mehr Entwicklung sah als bei Kollegen, von denen ich weiß, was sie schon können.»
Das Thema: ein Streit auf kleinstem Raum. Der Titel «In the Kitchen». «Eigentlich», erinnerte sich die Erste Solistin des Stuttgarter Balletts, «hat alles damit begonnen, dass ich Jessica Truesdale und Sébastien Galtier nach ihrem Lieblingslunch gefragt habe und mir von ihnen zeigen ließ, wie sie sich als Kinder ihr Erdnusssandwich oder ihr Nutella-Baguette zubereiteten.» Zu sehen war davon im Stück allerdings nichts. Kein Mund war verschmiert. «Ein abstraktes Stück», sagt Bridget Breiner heute, «selbst wenn es scheinbar in der Küche spielt.» Ein Jahr später kam «The ...
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Tanz April 2011
Rubrik: menschen, Seite 24
von Hartmut Regitz
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