oslo: «up to nature»

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Die Sonne strahlt auf den Wiener Wilhelminenberg. Dorthin verirren sich Touristen nur selten. Viel Wald, zwei beinahe idyllische Wiesen. Ein Paradies für Jogger aus der nahegelegenen Villensiedlung. Ein guter Platz auch für drei Tage Tanz und Performance im Freien. Unter dem Motto «Up to Nature» versammelt das Wiener Brut-Theater in loser Zusammenarbeit mit dem Festivalgiganten «Wiener Festwochen» zehn Künstler und -gruppen aus Deutschland, Finnland, Großbritannien, Norwegen und Österreich. Kunst an der frischen Luft.

Zu Beginn wird ein Baum gefällt.

Sein Inneres ist morsch, er hätte ohnehin bald das Zeitliche gesegnet. Der bildende Künstler Antti Laitinen gibt ihm die letzte Ehre: zerlegt ihn mit einer Kettensäge und baut ihn wieder zusammen – als Denkmal seiner selbst. Dann wird Martin Nachbar zum Tier. Zur Gottesanbeterin, zur Assel, zu einem Pferd oder Hirsch. Ein mit viel Naivität kokettierendes Spiel aus Transformationen und grotesken Tierverkleidungen. Nachbar grast in seinen «Animal Dances» die Bewegungspotenziale der irdischen Fauna ab. Das gefällt zwei Hunden im Publikum nur ansatzweise. Sie bellen und knurren und sind kaum zu halten. (Aber Hunde sind als Publikum ...

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Tanz August 2012
Rubrik: kalender und kritik, Seite 62
von Helmut Ploebst

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