Ordnung und Chaos

An der Schnittstelle von Choreografie und zeitgenössischer Kriegsführung

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Unsere Anthologie «Choreographies of 21st Century Wars» erschien 2016 im Gefolge des Irakkrieges. Mit den verheerenden Angriffen Russlands auf die Ukraine, einen souveränen Staat, steht gegenwärtig abermals ein Krieg im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Während Woche um Woche Bilder von Tod und Zerstörung um die Welt gehen, erfordert dieser jüngste Konflikt eine Neubewertung der Kriege des 21. Jahrhunderts – nicht zuletzt auch in ihrem Verhältnis zum Gegenstand der Choreografie.

Als Bürger von New York City sind wir vermeintlich weit von den anhaltenden Kämpfen und der größten Flüchtlingskrise seit den Balkankriegen der 1990er-Jahre entfernt. Daher haben wir uns gefragt, ob es nicht unseriös sei, wenn wir uns aus der sicheren Distanz, und dann auch noch unter dem Gesichtspunkt des Tanzes, zur akuten Not der betroffenen Menschen äußern. Dass wir uns dennoch zu diesem Beitrag entschlossen haben, liegt in unserer ungebrochenen Überzeugung begründet, dass die Betrachtung von Kriegen unter dem Gesichtspunkt der Choreografie wesentlich ist, da sie den Fokus von den Abstraktionen politischer und militärischer Theorie hin zu körperlichem Handeln verschiebt. Will man umgekehrt das Thema ...

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Tanz Oktober 2022
Rubrik: Ideen, Seite 50
von Gay Morris und Jens Richard Giersdorf

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Deutschland
Altenburg Theaterzelt
 «Synergien – Zehn tänzerische Reflexionen». 3., 16. Okt., 6. Jan.
www.theater-altenburg-gera.de 

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