Occasional Theatre

Occasional Theatre «Alchemist der Halluzination»

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Das Licht schält sie sanft, fast nachsichtig, aus dem Dunkel heraus. Zwei Figuren, sie vorn, er hinten, in zwei Welten. Dazu klackert, schabt und hallt es in der elektronischen Klangkulisse. Als blicke man in eine entfernte Zeit, einen fremden Ort; zerfallen und vergessen sind Alltag und Leben. Die Frau im knielangen goldbraunen Kleid reckt ihr Gesicht suchend, leicht schwankend, in die Höhe. Immer wieder greift die eine Hand zum Arm der anderen Körperseite.

Halt suchend, verletzt, verschlossen? Oder sie tanzt in ewigen Wiederholungen, die Arme mal ausgestreckt, mal eingeknickt, ihren kleinen Wirkungsraum aus, sinnlos beschäftigt. Der Mann liegt platt am Boden, die Arme wellen sich und zucken, mit der Zeit wächst das Lebewesen auch ins Stehen. Sie sehen einander an wie im Spiegel, die Entfernung schmilzt allmählich; am Ende, nach fast dreißig Minuten, hält er sie wie ein Retter im Arm.

Die Künstlichkeit verleiht «Alchemik Halucynacji» einen fast filmischen Zauber, doch das Duett hinterlässt einen allzu süßlich-schweren Geschmack. Die mit diversen Preisen ausgezeichneten Tänzer-Choreografen Joanna Czajkowska und Jacek Krawczyk schufen seit 1998 mit ihrem Teatr Okazjonalny/Occasional ...

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Tanz Juli 2008
Rubrik: Der Kalender, Seite 42
von Melanie Suchy

Vergriffen
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