no ballet: candelaria antelo

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candelaria antelo und Arthur Bernard Bazin fetzen sich ordentlich. Springen einander an. Sie steigt ihm in die Kniekehlen, auf die Hände, zieht an seinen Haaren. Er schleudert sie hoch und herum, klemmt ihren Kopf ein, denkt nach. Beim Drehen saust ein Ellbogen auf seine Nase zu. Jeder Angriff, ob so gemeint oder nicht, wird gekontert. Ohrfeige. Eins folgt aufs andere, rasant, haarscharf, gewagt. Er ist groß, sie ist klein, aber das hat nichts zu sagen. «Te odiero», ich hasse dich. Beide sind gemein. Aus lauter Zuneigung.

Candelaria Antelo, 1985 in Buenos Aires geboren, Künstlereltern, fing mit Stepptanz an, lernte Stile wie Graham, Release, Flying Low, Cunningham. Nach dem Tanzstudium im englischen Leeds landete sie ratlos in Spanien, wo der Vater wohnte, bekam einen Job in Cadiz. Begann ein Masterstudium Choreografie in Madrid, das sie 2013 abschließen wird. Dort traf sie Arthur Bernard Bazin. Es funkte. Der Franzose, Jahrgang 1987, Sohn eines Freizeit-Rock‘n‘Roll-Tänzers, studierte plastische Künste: Bildhauerei, Performance.

Tanz wurde dort als «natürliche Bewegung» gelehrt, das packte ihn. Nach zwei Jahren bewarb er sich am Tanzkonservatorium. «Theorie ok, Technik schlecht, ...

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Tanz Dezember 2012
Rubrik: menschen, Seite 31
von Melanie Suchy

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