newcomer: mickaël le mer
In der tiefsten Provinz Westfrankreichs, in La Roche-sur-Yon, gründete Mickaël Le Mer die Kompanie S’poart. Sie ist derzeit das bekannteste Erzeugnis der Kleinstadt zwischen Rennes und La Rochelle, die auf einem Granitfelsen erbaut wurde. Le Mer versammelte dort oben eine Handvoll Breakdance-Begeisterte und zog immer wieder hinaus in die Welt des Hip-Hop, wo er auf Choreografen wie Mourad Merzouki (Käfig) und Kader Attou (Accrorap) traf, die später zu den Größten gehören sollten. Le Mer meldete die Crew daraufhin als Profi-Truppe an. Deren Name ist Programm.
Er bezieht sich nicht etwa ausschließlich auf Sport, sondern vor allem auf «espoir», Hoffnung. Sie suchten den Austausch mit Theater, Zirkus und der Welt der Musik.
Mit «In Vivo» schafften sie den Durchbruch. Ihr energiegeladener Hip-Hop, der den Tänzer und dessen persönliche Geschichte in den Vordergrund stellt, nimmt sich heute aus wie die Geste eines Pioniers. «S’poart ist mehr als eine Kompanie. Wir sind eine Familie», sagt Le Mer. Und die zieht immer weitere Kreise. Auf «In Vivo» folgte zuletzt «Na Grani», eine Zusammenarbeit mit russischen Breakern im Rahmen des französisch-russischen Kulturjahrs für die Tanzbiennale in ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz August/September 2011
Rubrik: menschen, Seite 56
von Thomas Hahn
Auf der Suche nach Berührungspunkten zwischen afrikanischer Tradition und Butoh brachten kürzlich die Teilnehmer einer Gesprächsrunde das Huhn und das Ei ins Spiel. Die Stellung des Ersteren im Ritual bewegte einst Tatsumi Hijikata dazu, den Tänzer
Yoshito Ohno auf der Bühne ein Federvieh schlachten zu lassen, womit er die Ära Butoh einleitete. Hijikatas Schüler Ko...
...sollte zusammen mit dem Dramatiker Falk Richter für drei Jahre am Düsseldorfer Schauspielhaus ihre Werke ausbauen (tanz 6/11). Nun wird nur noch ein Stück, «Rausch», zur Premiere kommen, denn die niederländische Choreografin der Kompanie anoukvandijk dc unterschrieb schon wieder einen Vertrag. Ab kommenden Januar leitet sie die in Melbourne beheimatete Kompanie...
Wenn Monica Mason ihre Position als Direktorin des Royal Ballet im Juli 2012 verlässt, folgt ein ihr Vertrauter nach: der geschäftsführende Direktor Kevin O’Hare. Er ist die todsichere Lösung. Der Mann versteht das Geschäft und die täglichen Probleme des Balletts weit besser als irgendeiner sonst, und er genießt das Vertrauen der Kompanie, zumal das der Tänzer....
