Neustart

Der neue Wiener Ballettchef Martin Schläpfer muss die traditionsreiche Ausbildungs-Akademie reformieren. Ein Gespräch mit Bettina Trouwborst

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Der Untersuchungsbericht einer Sonderkommission, der Vorwürfe des Machtmissbrauchs wie der Fehlsteuerung an der Ballettakademie der Wiener Staatsoper beglaubigt hat (tanz 2/20), macht Reformen unumgänglich. Dafür ist nun der neue Ballettchef Martin Schläpfer zuständig. Zusammen mit Staatsopern-Intendant Bogdan Roščić hat er schon vor Amtsantritt eine Expertengruppe versammelt, die den Prozess der Neuorientierung begleiten soll. Als Mitglieder wurden Mavis Staines (Canada’s National Ballet School, Toronto, s. S.

46), Samuel Wuersten (Zürcher Hochschule der Künste) und Jason Beechey (Palucca Hochschule für Tanz, Dresden, s. S. 34) gewonnen. Gemeinsam entwickelte man ein strategisches Gesamtkonzept, auch eine neue Leitung wurde gefunden: Christiana Stefanou, einst Tänzerin des Bay­erischen Staatsballetts, will eine «Kultur von gegenseitigem Respekt» und eine offene Kommunikation an der Akademie verankern.

Martin Schläpfer, wie soll der Reformstau an der Akademie abgebaut werden? Zunächst einmal wollten wir nach der Krise nicht einfach nur die Schulleitung austauschen. Deshalb haben wir dieses Expertengremium eingesetzt, das die Akademie analysiert hat. Strukturell muss einiges ...

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Tanz August/September 2020
Rubrik: Ausbildung, Seite 44
von Bettina Trouwborst

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