Neustart
Der Untersuchungsbericht einer Sonderkommission, der Vorwürfe des Machtmissbrauchs wie der Fehlsteuerung an der Ballettakademie der Wiener Staatsoper beglaubigt hat (tanz 2/20), macht Reformen unumgänglich. Dafür ist nun der neue Ballettchef Martin Schläpfer zuständig. Zusammen mit Staatsopern-Intendant Bogdan Roščić hat er schon vor Amtsantritt eine Expertengruppe versammelt, die den Prozess der Neuorientierung begleiten soll. Als Mitglieder wurden Mavis Staines (Canada’s National Ballet School, Toronto, s. S.
46), Samuel Wuersten (Zürcher Hochschule der Künste) und Jason Beechey (Palucca Hochschule für Tanz, Dresden, s. S. 34) gewonnen. Gemeinsam entwickelte man ein strategisches Gesamtkonzept, auch eine neue Leitung wurde gefunden: Christiana Stefanou, einst Tänzerin des Bayerischen Staatsballetts, will eine «Kultur von gegenseitigem Respekt» und eine offene Kommunikation an der Akademie verankern.
Martin Schläpfer, wie soll der Reformstau an der Akademie abgebaut werden? Zunächst einmal wollten wir nach der Krise nicht einfach nur die Schulleitung austauschen. Deshalb haben wir dieses Expertengremium eingesetzt, das die Akademie analysiert hat. Strukturell muss einiges ...
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Tanz August/September 2020
Rubrik: Ausbildung, Seite 44
von Bettina Trouwborst
Serge Lifar
Sommerfrische am Lido di Venezia samt Logis im Grand Hôtel des Bains – ein Ritual, dem Serge Diaghilew regelmäßig huldigte, um sich vom strapaziösen Dasein als Impresario der Ballets russes zu erholen. In seinem Schlepptau kamen hübsche junge Tänzer nach Venedig, so George Balanchine und Serge Lifar, die sich 1925 am Strand ablichten ließen. Vom wem,...
«Danser brut», «rohes Tanzen», heißt die auf 500 Exponate gewachsene Ausstellung im Bozar in Brüssel und im Museum Dr. Guislain nebenan in Gent. Immer neue Leihgaben haben die ursprünglich in Lille konzipierte Ausstellung erreicht, die in Anlehnung an den Begriff der «Art brut» nun ein breites Spektrum bietet: von rituellen Tänzen wie der «Echternacher...
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