Natalia Ossipova
Die junge Natalia Ossipova gehört zu denen, über die man spricht, über die man streitet. Man kann sie lieben oder auch nicht, aber man kann nicht umhin, sie zu bemerken.
Der Bühnenauftritt dieser nicht großen und dem allgemeinen Typ der Ballerina nicht entsprechenden Tänzerin ist buchstäblich wie der Flug eines hellen Kometen, sei es in der Variation der spanischen Braut («Schwanensee» von Yuri Grigorovich), in den fast cancanhaft getanzten, energischen fouettés und jetés en tournant in Massines «Gaîté parisienne» oder den Sprungvariationen im Schatten-Akt aus «La Bayadère» und «Don Quixote». Ihre kleinen Soli verdrängen die Pas de deux der führenden großen Ballerinen, ihre gewaltige Sprungkraft weckte die Konkurrenzgefühle männlicher Solisten, und ihre technische Versiertheit und verwegene Tanzmanier erstaunen die zeitgenössischen Choreografen. Ballettchef Alexei Ratmanski weiß sie zu schätzen und holte die Ossipova in seine Version von Strawinskys «Jeu de cartes» und in Ravels «Boléro». Denn mit diesem sehr musikalischen (was heute eine Seltenheit ist), sehr virtuosen («Sie dreht sich wie ein Teufel», sagte ihre Lehrerin schon in der Akademie) Energiebündel kommt in die toten, manchmal langweiligen klassischen Ballette der Nerv und Rhythmus des heutigen Lebens, etwas Lebendiges und Elementares, mit dem die Moskauer Ballerinen, angefangen mit Olga Lepeshinskaya, die Zuschauer hypnotisieren. ...
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This spring, prima ballerina Anik Bissonnette, a fixture at Les Grands Ballets Canadiens de Montréal for the last 17 years, announced she is on the move. She is retiring from Montreal’s top-drawer ballet troupe next season, the company’s 50th anniversary. It’s a sad moment for Bissonnette and her fans, but one of excitement too. “Ready for new adventures,” she’s...
Liebe Freunde!
Ich möchte hier in aller Kürze Gesichtspunkte zum «Raum im Theater» zusammentragen und vorschriftswidrig übereinander legen. Das Verständnis vom Raum, wie wir ihn kennen, besteht im Verhältnis unserer Wohnung mit ihren durchaus bekannten Ausmaßen zu den unbekannten. Das eine ist Teil des anderen, wie wir wissen. Wir ertragen das Unbekannte durch das...
Lighting artist Mikki Kunttu is renowned for his strong contrasts. His world of illumination appears to spring from the natural environment of Finland: there are the heavy, dark shades of winter, as in his designs for Jorma Uotinen’s piece “Jord” (“Earth”) at the Royal Theatre of Copenhagen, and there are the dazzlingly bright lights of an awakening summer’s...
