Nachwuchs: Welt, Wind und Ozean
Kaum geboren, schon auf dem Titelbild: Sergei Polunin hat einen Sohn namens Mir bekommen, russisch für «Welt» oder «Frieden». Die Mutter des im Januar geborenen, derzeit noch untätowierten Kleinen ist die olympische Eistänzerin, die sich ähnlich gern ablichten lässt wie Sergei Polunin. Der Bad Boy of Ballet nutzte die Babybilder, um in der britischen «Sunday Times» gegen die schlechte Publicity zu kämpfen, die er sich durch jenes destruktive Verhalten immer wieder eingebrockt hat, das er jetzt als «kreativen Prozess» verkauft.
Polunin tourt weiter mit seiner eigenen kleinen Kompanie und mit Johan Kobborgs «Romeo und Julia»; derzeit will er «ein Ballettsystem außerhalb des Establishments» etablieren, in dem ausgerechnet das Fernsehen eine große Rolle spielt.
Stolze Ballett-Eltern gibt es auch in Stuttgart, wo «Prix Benois»-Preisträgerin Alicia Amatriain und Solist Alexander Mc Gowan die Tochter Haizea Adele bekamen, der erste Name steht in Amatriains baskischer Muttersprache für «Wind». Osiel Gouneo, Erster Solist beim Bayerischen Staatsballett, schließt sich in der Namensfindung nahtlos an, er und die freie Tänzerin Maria Daniela González Muñoz begrüßten einen Sohn namens ...
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Tanz Mai 2020
Rubrik: Side Step, Seite 27
von Angela Reinhardt
Filip Barankiewicz
Ein Pole in Prag: Seit 2017 leitet Filip Barankiewicz das Ballett des Národní Divadlo, das nicht nur das eigene Nationaltheater, sondern auch das Ständetheater, die Laterna magica und die Staatsoper bespielt – und das mit einem Repertoire und einem Ensemble, die keinen Vergleich zu scheuen brauchen. Das zu meistern, braucht es einen Profi, der...
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Zeit ist aus den Fugen. Wir hätten nie gedacht, dass unsere Städte und Länder den Shutdown erleben, dass Theater schließen, Opern nicht mehr spielen, Tänzer nicht mehr tanzen; jedenfalls nicht mehr öffentlich auf der Bühne, sondern bestenfalls im Streaming.
Menschenleben stehen «zur Disposition», wenn nicht mehr allen...
lorum ipse und so weiter
