multitasker

Wayne McGregor unterhält eine eigene Company, choreografiert regelmäßig für das Royal Ballet, macht Abstecher ins Filmstudio, doziert im Hörsaal. Wie er mit seinen vielen Bällen jongliert, verrät er

Tanz - Logo

Wayne McGregor, Sie haben vor zwei Jahren mit «Raven Girl» zum ersten Mal eine «New Fairytale» vorgestellt, jetzt mit «Woolf Works» beim Royal Ballet Ihr erstes abendfüllendes Ballett konzipiert. Werden Sie erzählerischer? Ja, erzählerische Formen interessieren mich zunehmend, auch um mich danach wieder von ihnen abzustoßen, also ganz andere Parameter als Logik und Handlung wichtig zu finden.

Für die Hauptrolle von «Woolf Works» haben Sie eine berühmte Protagonistin engagiert – eine, die sich schon längst zurückgezogen hatte.

Jetzt ist sie wieder da. Dass Alessandra Ferri zugesagt hat, hat mich sehr berührt. Sie ist eine Legende, kam vom Royal Ballet, wurde ein Weltstar in New York. Ich habe sie 2013 in Martha Clarkes «Chérie» nach der Vorlage von Colette gesehen – als reife Verführerin eines ganz jungen Mannes. Bei einer Tasse Kaffee habe ich ihr dann eröffnet, dass ich mir mein Woolf-Stück überhaupt nur mit ihr vorstellen kann – mit ihrer Reife, ihrer neugewonnenen Freiheit auch. Sie hat zunächst gezögert, sie hatte Angst und meinte, ich wüsste doch gar nicht, was sie noch könne! Erst als ich sagte: «Ich brauche dich, um mich selbst als Künstler weiterzuentwickeln» – da hat sie ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Juli 2015
Rubrik: produktionen, Seite 14
von Manuel Brug

Weitere Beiträge
impressum

tanz__Zeitschrift für Ballett, Tanz
und Performance

____Herausgeber
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
____Redaktion  Hartmut Regitz,
Dorion Weickmann, Arnd Wesemann
Mitarbeit: Sofie Goblirsch, Marc Staudacher
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin
Tel +49-(0)30-254495-20, Fax -12
redaktion@tanz-zeitschrift.de
www.tanz-zeitschrift.de
____Gestaltung & Bildredaktion
Marina...

berlin

In Ägypten und im Iran ist, wie einst auf deutschen Marktplätzen, die Hinrichtung ein schönes Fest. Der Überlieferung nach war es ja auch eine Hinrichtung, die das Christentum entstehen ließ. Johann Kresnik lässt also Jesus auf die Bühne tragen. Die von George Grosz bekannten Kasperlefiguren Richter, Politiker, Bankier, Bischof und Offizier laben sich an einem...

mont-de-marsan on tour

Die Person der Carmen und damit auch die literarische Vorlage von Prosper Mérimée haben eine Vielzahl von Künstlern verschiedenster Sparten inspiriert, von Malern, Schriftstellern und Modeschöpfern bis hin zu Choreografen und Filmregisseuren. Fast bei allen geht es um die verführerische und unbezähmbare Figur der Gitana, die am Ende sterben muss, eben weil sie sich...