Multitasker
Vergleicht man einzelne Kostümentwürfe Thomas Bradleys, fällt eines ins Auge: Die Details konzentrieren sich immer an der Vorderseite des Körpers. Das ist kein Zufall, wie der Australier erklärt: «Ich setze den Leuten damit etwas direkt vor die Nase. Damit müssen sie sich auseinandersetzen.» Bradley, der seit der Spielzeit 2023/24 bei der Dresden Frankfurt Dance Company tanzt, wuchs in einer Kleinstadt auf, Cootamundra. Sport spielte zeitig in seinem Leben eine große Rolle – sein Vater hatte ihn dazu gebracht, sein Bruder ist in der Rugby League erfolgreich.
Was aber kam bei Bradley zuerst, die Mode oder der Tanz? «Das war die Musik», so seine überraschende Antwort. Bereits im Alter von etwa fünf Jahren kam die unvermeidliche Blockflöte ins Spiel. Als er zehn war, dann der Tanz. In beides würde er nicht ausreichend Zeit investieren können, wie ihm bald klar wurde. «Ich habe mich intuitiv für den Tanz entschieden. Zur Musik kann ich leichter immer wieder zurückkehren als zum Tanz.»
Die lokalen Strukturen waren es auch, die ihm den Weg als Tänzer geebnet haben. Ganze drei Tanzstudios gab es in seiner Nachbarschaft, alle verbunden mit solchen in größeren Städten. Über Melbourne war ...
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Tanz März 2025
Rubrik: Menschen, Seite 18
von Rico Stehfest
Mulhouse
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Fünfzehn Tage Tanz in allerfeinster Ausführung, das liefert «La Quinzaine de la Danse» im Elsass. Das Ende lockt mit Tero Saarinens berühmtem «Borrowed Light» (tanz 2/10) Ohad Naharins legendärem «Virus» und dem Duo «Mirlitons», angerichtet vom sagenhaften Performer François Chaignaud samt Beatboxer Aymeric Hainaux (sozusagen: zwei...
New York
«new combinations»
Unter dem Titel «New Combinations» spannte das New York City Ballet Altes und Neues zusammen: Auf Christopher Wheeldons «From You Within Me» (allzu süffig für Schönbergs «Verklärte Nacht») folgten zunächst George Balanchines «Variations pour une porte et un soupir». Der 1974 uraufgeführte Pas de deux mit akrobatischem Einschlag wurde...
TANZ WIRD KUNST
Rudolf von Labans Leitsatz «Jeder Mensch ist ein Tänzer» mag ein bisschen salbungsvoll daherkommen, falsch wird er dadurch aber nicht: Tatsächlich gibt es praktisch bei allen Menschen ein Bedürfnis, den Körper zu Rhythmen zu bewegen, zu tanzen. Und weil sich dieses Bedürfnis durch alle Zeiten und alle Weltregionen zieht, ist der Tanz auch immer...
