Michèle Noiret: «Les Arpenteurs»
Sex & crime aus Brüssel. Michèle Noiret liebt knisterndes Ambiente vor dunklem Hintergrund. «Les Arpenteurs» ist ein choreografierter Soft-Thriller. Früher kannte man sie als Pionierin der Konvergenz von Stockhausen und Körperbild. Gleichzeitig entwickelte sie jene Facette ihres Schaffens, den Kino-Tanz. Das ist nicht etwa Choreografie für die Kamera, sondern im Gegenteil Film noir auf der Bühne. Der Titel (Die Landvermesser) verweist auf Geometrie und urbanes Leben. Im Bühnenbild ist das deutlich sichtbar. Die mobilen Pappwände evozieren mal eine Skyline, mal Tiefgaragen.
In sich ständig verschiebenden Perspektiven wird die Bühne Straße, Fahrstuhl oder Parkplatz und im Close-up sogar zum Wohnzimmer.
Im Dickicht der Städte sind die Figuren Noirets zwielichtigen Begegnungen ausgesetzt. Sie rennen, schlagen und fliehen, sie küssen und kopulieren oder verlieren sich in sich selbst. «Les Arpenteurs» erzählt keine Geschichte. Das eigentliche Thema ist der Mangel an Erkenntnis und Bewusstsein bezüglich der eigenen Person. Bei aller Panik an der Oberfläche verlaufen Noirets Spannungsbögen eher unaufgeregt. Für Zapping hat sie keine Zeit. Zu wichtig ist der Augenblick, als dass sie ihn in ...
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Georgette Tsinguirides,
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