Mette Ingvartsen
Das ist das Schöne: Ja, sie ist konzeptig, geradezu konzeptlastig. Das Umfeld Ritsema, Cvejic, Le Roy und Spångberg ist nicht zu übersehen. Und doch: Sie ist Pop & Hollywood, post und digested. Aber: Sie ist als Choreografin auch absolut treffsicher, manchmal geradezu effekthascherisch. Das beste aber: Sie ist nichts von alledem so, dass man darüber stolpern müsste; sie hat nichts von anfängerhaftem Beweisenmüssen, obwohl alle ihre Arbeiten einer speziellen Idee (polemisch würde man sagen: einem Einfall) folgen.
Denn so stark, so dominant ihr jeweiliges Konzept ist, so smart und relevant ist es. Es will immer mehr, hat einen Grund. Und macht außerdem über den Moment der Verblüffung hinaus Spaß anzuschauen.
Mette Ingvartsen, die bis vor einem Jahr bei P.A.R.T.S. in Brüssel studierte, hat 2003 mit «Manual Focus», einer frappierenden Choreografie, bei der nackte junge Frauen mit Masken alter Männer auf den Hinterköpfen in verquer erscheinenden Rückenansichten beunruhigende, merkwürdig schwer zu verortende Körperlichkeiten evozierten, einiges Aufsehen erregt. Ein typischer Anfänger-Glückstreffer, vermeintlich. Doch «Out Of Order» – ein Spiel mit Männer-Schieß-und-Hollywood-Fantasien ...
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