Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg

Tanz - Logo

Die Tanzszene in Mecklenburg-Vorpommern ist relativ groß, obwohl allein am Staatstheater Schwerin ab der Wende bis 1995 ganze 170 Stellen gestrichen wurden. Mit drei Positionen weniger gegenüber den 18 zu Zeiten von Joachim Ahne 1991/92 kam das Ballett aber eher glimpflich davon. Seit 2004 trainiert es Jens-Peter Urbich und arbeitet mit Gastchoreografen; Dominique Efstratiou bedient die Antikenrezeption, Nachwuchs wie Lars Scheibner, Paul Julius, Young ­Soon Hue fördern das Ensemble.

Fürs E-Werk als Zweitspielstätte wurde Birgit Scherzer gewonnen, dort stellt auch regelmäßig das Ensemble eigene Arbeiten vor. Drastisch trafen Kürzungen den Tanz in Rostock: Von den 20 Positionen der Ära Tomasz Kajdanski hat Bronislav Roznos nur noch die Hälfte. Nach genau 14 Spielzeiten wurde er – das übliche Spiel – in Plauen/Zwickau gekündigt, erhielt 2009 das Angebot für Rostock. Mit neuer Mannschaft steigerte er die Auslastung so sehr, dass er heute als Retter der Haushaltskasse gilt. Das Theater ist seit April eine GmbH, die Schließung der Sparte vom Tisch. Roznos bietet Tanztheater, bespielt auch das Theater im Stadthafen und eine Halle der Neptunwerft. «Tango» und «Ragtime. Varieté der ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2010
Rubrik: Diagnose: Tanz in den Ländern, Seite 42
von Volkmar Draeger

Vergriffen
Weitere Beiträge
Laurent Chetouane

Er halte «Text-Andachten» ab, spöttelte man über den Regisseur Laurent Chétouane. «Heilige Kunstexegese», in der sich die Akteure viel zu wenig bewegten. Und ausgerechnet so einer wechselt die Szene, nennt sich «Choreograf» – und ist damit die ästhetische Bereicherung für die deutsche freie Tanzszene. Erst will Chétouane, Jahrgang 1973, Ingenieur werden. Er...

Die Kommunalkultur

Einst wurde mit großem Aufwand in Deutschland kommunale Kulturpolitik betrieben – man denke nur an Hilmar Hoffmann in Frankfurt am Main. Wer sonst sollte den Bürger auch mit Kultur versorgen? Das weite Land, der ferne Staat? Aber das effiziente Instrument ist zu einem ungeliebten Stiefkind verkommen. Seit die Stadtsäckel immer enger geschnürt werden, versuchen...

Pflegen

wir das Tanzerbe unserer Eltern und geben die Kunst des Tanzens an unsere Kinder weiter. Das ist auf einen Satz verkürzt die Leuchtturmpolitik der Kulturstiftung des Bundes und die Zukunft von «Tanzplan Deutschland». Mit 4,5 Millionen Euro werden ab 2011 die Jungen und das Erbe der Alten gepflegt. Es sieht so aus, als trüge der Plan nach dem Tanzplan die...