Life/Art
Am 13. Juli wird Anna Halprin, die amerikanische Wegbereiterin des postmodernen Tanzes, 90 Jahre alt. Von ihr stammt die Idee der kollektiven Improvisation, für sie ist die Grenze zwischen Tanz, Kunst und Therapie fließend, für sie wurde Tanz ein Mittel zur «Wiederentdeckung der eigenen spirituellen Identität», für sie muss Tanz fließend, unmittelbar und vor allem: notwendig sein.
Halprins gestalttherapeutischer Ansatz, der Fokus auf die Selbstmotivierung zur Lösung von Problemen oder Konflikten, blieb seit 1972 stets derselbe – jenem Jahr, als sie wegen einer Blockade in ihrer Beckenregion nicht mehr tanzen konnte. Sie skizzierte ein Bild von sich, ihr Arzt diagnostizierte exakt an dieser Stelle einen Tumor. Drei Jahre nach Operation und Chemotherapie kehrte der Krebs zurück. Mit Freunden und Gefolgsleuten führte Halprin ein Ritual durch, um ein heilkräftiges Bild ihrer selbst tanzen zu können; ihr Krebs bildete sich spontan zurück. Seither ist für sie Leben und Kunst dasselbe, ein «Life/Art Process», der dem Tanz mehr zubilligt, als nur eine Kunstsparte zu sein. Die Autorinnen Ronit Land, Ursula Schorn und Gabriele Wittmann haben jetzt einen gut 200-seitigen Reader vorgelegt ...
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Rotes T-Shirt, Pferdeschwanz, Hornbrille, Pumphöschen: Rachel Krische wirkt wie die Karikatur einer jungfräulichen Lehrerin, die ihre Ferien pflichtbewusst mit Mutter verbringt. Zuletzt zeigte sie beim Festival «Nottdance» in Nottingham «The Swimmer», ein Solo, das auf den Instruktionen von Deborah Hay, der Ikone des Judson Dance Theater, beruht. Seit 1998...
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