Lara Barsacqu «La grande nymphe»

Paris

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Lara Barsacq stammt aus einer illustren Familie: Ihr Großvater war Regisseur und Theaterdirektor André Barsacq (1909 – 1973), ihr Urgroßonkel der Maler, Kostüm- und Bühnenbildner Leon Bakst (1866 – 1924). Ein Plakat mit dessen Porträt von Ida Rubinstein hing im Haus der Familie, und die Freiheit und Sinnlichkeit der tanzenden Exotin beeindruckten die junge Lara derart, dass sie sich zum Spielen als Ida verkleidete. Später tanzte sie in Ohad Naharins Batsheva Dance Company und bei Alain Platels les ballets C de la B.

Zuletzt entwickelte sie, aus Interesse an der Familiengeschichte, einen Forschungstrieb in Sachen Ballets russes, insbesondere im Blick auf in Vergessenheit geratene oder abgewertete weibliche Beiträge. Barsacqs aktuelle Produktionen sind Mosaike aus Impressionen der Ballets russes, Livemusik und -gesang, Videos und scheinbar improvisierten Gesprächen über Privatsphäre, Erinnerungen und Liebesgeschichten. In «La Grande Nymphe» kommen auch erotische Fantasien hinzu – denn um die geht es schließlich in Nijinskys «Nachmittag eines Fauns». Barsacq und ihre Co-Nymphe Marta Capaccioli zitieren verschiedene Theorien zu der Frage, ob des Fauns angedeutete Ejakulation am Ende ...

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Tanz August-September 2023
Rubrik: Kalender, Seite 45
von Thomas Hahn

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