Lara Barsacqu «La grande nymphe»
Lara Barsacq stammt aus einer illustren Familie: Ihr Großvater war Regisseur und Theaterdirektor André Barsacq (1909 – 1973), ihr Urgroßonkel der Maler, Kostüm- und Bühnenbildner Leon Bakst (1866 – 1924). Ein Plakat mit dessen Porträt von Ida Rubinstein hing im Haus der Familie, und die Freiheit und Sinnlichkeit der tanzenden Exotin beeindruckten die junge Lara derart, dass sie sich zum Spielen als Ida verkleidete. Später tanzte sie in Ohad Naharins Batsheva Dance Company und bei Alain Platels les ballets C de la B.
Zuletzt entwickelte sie, aus Interesse an der Familiengeschichte, einen Forschungstrieb in Sachen Ballets russes, insbesondere im Blick auf in Vergessenheit geratene oder abgewertete weibliche Beiträge. Barsacqs aktuelle Produktionen sind Mosaike aus Impressionen der Ballets russes, Livemusik und -gesang, Videos und scheinbar improvisierten Gesprächen über Privatsphäre, Erinnerungen und Liebesgeschichten. In «La Grande Nymphe» kommen auch erotische Fantasien hinzu – denn um die geht es schließlich in Nijinskys «Nachmittag eines Fauns». Barsacq und ihre Co-Nymphe Marta Capaccioli zitieren verschiedene Theorien zu der Frage, ob des Fauns angedeutete Ejakulation am Ende ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz August-September 2023
Rubrik: Kalender, Seite 45
von Thomas Hahn
Ricardo Carmona, mit der aktuellen Ausgabe leiten Sie erstmals das Festival «Tanz im August». Naheliegende Frage: Was wird sich ändern?
Natürlich wird es Veränderungen geben, aber ich sehe mich in einer Reihe mit den vorangegangenen Künstlerischen Leiter*innen. Ich denke viel über Kontinuitäten nach, darüber, was in den Jahren zuvor war, besonders unter meiner...
Insgesamt fünf Künstler*innen sind bei Beyoncés «Renaissance World Tour» zuständig für den choreografischen Part: Fatima Robinson (Director of Choreography), Chris Grant (Lead Choreographer), Dana Foglia (Choreographer) sowie Tia Rivera und Adrian Wiltshire (Associate Choreographers). Sie dirigieren 20 Tänzer*innen für großformatige Gruppenszenen sowie das...
Im vergangenen Jahr ist die in Kuba geborene US-amerikanische Malerin Carmen Herrera im Alter von 106 Jahren gestorben. Ihre abstrakt-geometrischen Formen, die an Landschaften mit Fluchtpunkten erinnern, bilden den Prospekt für Wayne McGregors Kreation «Untitled, 23». Zwei vergrößerte Gemälde und eine schlichte weiße Skulptur, die wie die Ecke eines Bilderrahmens...
