Krumping. Clowning. Ekstase
Als in New Orleans die Dämme brachen, ergoss sich nicht nur eine stinkende Schmutzbrühe in die Stadt. Auch eine Welle der Barbarei schwappte in die Straßen der Metropole an der Mississippi-Mündung. Rettungshubschrauber wurden beschossen, Kinder vergewaltigt und gemeuchelt, Leichen geschändet, die Notquartiere der Stadt verwandelten sich in Vorhöfe der Hölle. Nihilismus und die Zerstörungswut, die in New Orleans vom Hurrikan Katrina an die Oberfläche gespült wurden, konnten kaum überraschen.
Die Innenstadt von New Orleans ist seit den 1970er Jahren durch die Stadtflucht der weißen Mittelschicht – wie die Innenstädte vieler amerikanischer Metropolen – zum schwarzen Elendsquartier verkommen. Es schwelt eine ohnmächtige Wut in diesen Ghettos über die eigene Perspektivlosigkeit, eine Wut, vom amerikanischen Traum ausgeschlossen zu sein.
Diese Wut brach sich erstmals 1965 in South Central Los Angeles Bahn, genau zu dem Zeitpunkt, als sich die Tyrannei des amerikanischen Apartheidsystems durch die Erfolge der Bürgerrechtsbewegung langsam lockerte. Ein Gerücht, dass ein Polizist eine schwangere schwarze Frau geprügelt habe, löste einen fünftägigen Gewaltrausch aus: 34 Menschen starben, ...
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Als ein «Rätsel des Entfliehens» hat Tatjana Gsovsky einmal den Ballettschuh bezeichnet und über die «kleinstmögliche Berührung mit der Erde», die «flüchtigste Spur» die Leichtigkeit ihres Seins wiederentdeckt. Angela Reinhardt, viele Jahre über Protagonistin der Komischen Oper Berlin, sieht das als Praktikerin vergleichsweise prosaisch. Obwohl von der «schwebenden...
Irgendwas muss gewaltig schief gelaufen sein. Angekündigt war «ein Abend mit fünf Kölner ‹contributors›, Künstlern, die einer Marionette helfen zu verstehen, dass die Welt nicht so ist, wie sie scheint». Das Stück sollte «aus fünf eigenständigen Etüden, Miniatur-Balletten, bestehen, die sich zu einem sechsten, dem Ganzen, zusammenfügen». Das hätten wir gern...
Im vergangenen Juni wurde die von Michael Birkmeyer und dem Choreografen Nicolas Musin gegründete abcdancecompany am Festspielhaus St. Pölten wegen nicht länger tragbarer Kosten aufgelöst. Nun haben er und einige Ensemblemitglieder ein neues Haus: Im Genfer, von privaten Sponsoren getragenen FLUX Laboratory findet in kleinerem, elitären Rahmen die Fortsetzung...
