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Die Martha Graham Dance Company kommt nach Europa. Im Gepäck hat sie nicht nur die Werke der Grande Dame des Modern Dance, sondern auch heutige Antworten auf einen selten gezeigten Aspekt: Graham war zutiefst politisch. Auch das ist ein Erbe der Kompanie, sagt die künstlerische Leiterin Janet Eilber in New York.

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Janet Eilber, seit 2005 sind Sie künstlerische Direktorin des Martha Graham Center of Contemporary Dance. Sie haben die Kompanie aus den Turbulenzen nach Martha Grahams Tod geführt und sind nun dabei, das Repertoire behutsam zu erneuern. Und Sie unterrichten die Fortgeschrittenenklasse der ­Martha Graham School of Contemporary Dance. Haben Sie dafür überhaupt noch Zeit?
Ich unterrichte ja nicht regelmäßig, nur während der Sommer-Intensivkurse. Ich trainiere die Fortgeschrittenen, weil ich bestimmte Aspekte der Graham-Technik grundlegend und somit sehr wichtig finde.

Für jemanden von außen ist es oft einfacher, den Finger auf die essenziellen Elemente zu legen.

Welches sind denn diese wesentlichen Merkmale der Graham-Technik?
Es ist die für Graham typische Verbindung von Körperlichkeit und Emotionalität, die nur vollständig kommuniziert werden kann, wenn die Bewegung tief aus dem Beckenboden und vom Zentrum des Körpers her kommt. Das sind Positionen, die aber auch leicht imitiert werden können, ohne dass sie eigentlich aus diesem physischen und emotionalen Zentrum kommen. Da sehe ich meine Aufgabe: die Studierenden daran zu erinnern, woher die Bewegung motiviert ist, und zurück zu ...

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Tanz Oktober 2010
Rubrik: menschen, Seite 25
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Vergriffen
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