Katharina Christl
Die Dresdnerin hat von 1990 bis 1996 an der Palucca Hochschule für Tanz studiert. Dann zog es sie in die Tanzwelt, vornehmlich zu Frédéric Flamand nach Frankreich. Fast zehn Jahre war sie beim Ballet National de Marseille als Solistin engagiert, tanzte in Choreografien von Richard Siegal, Emanuel Gat, Annabelle Lopez Ochoa, Pascal Touzeau oder Yasuyuki Endo.
Sie begann mit choreografischen Arbeiten, erforschte performative Formate, war mehrfach als Gastdozentin im Themenbereich von Tanz und Architektur gefragt und erarbeitete sich so die -nötigen Voraussetzungen, um zeitgenössisch orientiertes choreografisches Können weiterzugeben.
Zurück in Dresden, übernahm sie als Professorin die Leitung des neu konzipierten Masterstudienganges Choreografie an der Palucca Hochschule. Sowohl bei Showings der Studierenden wie in Gesprächen mit ihnen ist erkennbar, dass Katharina Christl die eigenen Erfahrungen und Prägungen in konstruktive Korrespondenzen zu den ästhetischen Visionen der Auszubildenden zu setzen weiß. Die ersten Masterarbeiten, in Kooperation mit Studierenden der Hochschule für Bildende Künste entstanden, machen berechtigte Hoffnung, dass hier Begabungen erkannt und gefördert, ...
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Tanz Jahrbuch 2018
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 155
von Boris Gruhl
Martin Schläpfer, eine Frage an den Tanzkünstler: Fühlen Sie sich wohl in Ihrem Körper, ist er Ihnen Heimat?
Martin Schläpfer: Oha …
… Sie schmunzeln?
Wenn ich tanze und physisch alles stimmt, was – außer bei Hans van Manens «The Old Man and Me» – in letzter Zeit so war, fühle ich mich als Tanzender sehr wohl, ja.
Was macht dieses Gefühl aus?
Ich meine es nicht...
Zwei ältere Jungs zwängen sich an den jüngeren Mädchen vorbei und äugen durch den Vorhang. «Das muss ich sehen», sagt der eine. Dann greift er sich wie Siegfried an die Brust und fällt auf die Knie: «Och». Der tiefe Seufzer gilt nicht Rihanna oder Pink. Im Theatersaal der Staatlichen Ballettschule Berlin steht Polina Semionova und probt mit der Klasse 6b...
Heimat ist für mich das, was mein Körper erkennen und verarbeiten kann.
Heimat ist das, was mein Körper enthält.
Heimat ist die natürliche Verbindung mit dem Unbekannten.
Heimat is what makes me clang.
Jone San Martín, Tänzerin, Dance On Ensemble, Berlin
