K3 Zentrum für Choreographie / Tanzplan Hamburg
Monica Antezana beweist: Bevor sie den Goldfisch im Glas zum Tanzen bringt, gelingt es ihr, das Kiementier in sich zu erwecken. Wie sie den Bühnenboden in flinken Wellenbewegungen überquert, als ließe sie sich vom nassen Element tragen, durchmisst sie in ihrer Lecture Demonstration «We Don’t Know Where We Come From, But Come We Did!» auch in raschen Sprüngen die Evolutionsetappen, zieht dabei Parallelen zur Tanzgeschichte und schließt biologische und künstlerische Entwicklung an ihrem Beispiel so exemplarisch wie ironisch kurz.
Versuchsanordnungen an der Grenze zwischen Tanz und Performance unternimmt die vielversprechende Tänzerin, Choreografin, Tanzpädagogin und Absolventin des ersten MA-Studiengangs «Performance Studies» an der Hamburger Universität bis Ende November auch noch im Residenzprogramm des «K3 Zentrum für Choreographie/Tanzplan Hamburg». Die seit zwei Jahren in der Hansestadt lebende Bolivianerin und die ebenso durch ihre Arbeiten profilierten, Neugier und Hoffnung provozierenden Kolleginnen Jenny Beyer und Lina Lindheimer agieren in der einjährigen Fortbildung zugleich als Subjekt und Objekt ihrer künstlerischen Recherchen. Sie sind von den Tutoren Nik Haffner und ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Mustafa Kaplan war Ingenieur, Filiz Sizanli Architektin in Istanbul. Ich erwähne das, obwohl ich hoffe, dass sie von nun an nicht immer so vorgestellt werden. Man sieht es natürlich. Nicht plakativ wie die Faust aufs Auge oder als Running Gag. Es engt auch ihren Blick nicht stilistisch oder thematisch ein. Ich bin versucht zu sagen: Das unterscheidet sie positiv...
«Denn das ist die Zeit, die Zahl der Bewegung in Bezug auf das Früher und Später.« In dieser klassischen Bestimmung der Zeit drückt Aristoteles (im 3. Buch seiner «Physik») zugleich die Grundlage aller Zeitmessung und eine fundamentale Einsicht des philosophischen Nachdenkens über die Zeit aus: Dass diese uns niemals «rein» als solche begegnet, sondern immer nur in...
A Star is born, und wenn der Eindruck beim Bolshoi-Gastspiel in Baden-Baden und München nicht täuscht, haben wir es bei Natalia Osipova mit einer fixen Größe am Balletthimmel zu tun. Kometenhaft ist die inzwischen 21-Jährige seinerzeit aufgetaucht, und schon als Gruppentänzerin des Moskauer Bolshoi debütierte sie im November 2005 an der Seite von Andrei Bolotin als...
