Jubiläum
«Folkwang» stammt aus dem Altgermanischen und meint den Götterpalast der Freya, Göttin der Liebe und Schönheit. Ein wunderbarer Name für einen Ort, an dem die Künste gedeihen und sich miteinander verbinden. Als Folkwangschule für Musik, Tanz und Sprechen gründeten der Operndirektor Rudolf Schulz-Dornburg, der Choreograf Kurt Jooss, der Bühnenbildner Hein Heckroth, der Musik-Theoretiker Hermann Erpf und der städtische Musikdirektor Max Fiedler 1927 diese einzigartige Hochschule in Essen.
Mittlerweile steht die Folkwang Universität der Künste, wie sie seit 2010 heißt, für die Disziplinen Musik, Theater, Tanz, Gestaltung und Wissenschaft. An ihren Standorten in Essen, Duisburg, Bochum und Dortmund bildet sie derzeit 1600 Studierende aus. Ihr Renommee verdankt sich dem Zusammenspiel von Tradition und Moderne und zieht künstlerischen Nachwuchs aus aller Welt ins Ruhrgebiet.
Wenn Folkwang in diesem Jahr 90-jähriges Bestehen zelebriert, strahlt ein Name besonders hell: Kurt Jooss. Als Gründer der Tanzabteilung machte er das Institut zur Keimzelle des deutschen Tanztheaters, er lehrte hier seine auf Rudolf von Labans analytischer Bewegungslehre basierende Pädagogik: Ballett, Folklore, ...
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Tanz April 2017
Rubrik: Praxis, Seite 70
von Bettina Trouwborst
Gastspielförderung: Tanzland
Die Kulturstiftung des Bundes legt ein neues Tanzförderprogramm auf: Feste und freie Kompanien sollen sich auf jeweils drei Jahre mit einem der 375 Häuser zusammentun, die hierzulande als reine Gastspielbetriebe firmieren. «Tanzland» heißt das Projekt, unterstützt werden Antragsteller mit maximal 100 000 Euro für die Kunst und noch...
Seit 2013 unterhält Het Nationale Ballet in Amsterdam eine Junior Company: Zwei Jahre lang können Nachwuchstänzer hier erste Bühnenerfahrung sammeln. Ein Erfolgsmodell, stammt doch bereits ein Viertel der Het Nationale-Belegschaft aus diesem Beiboot. Das bekannteste Gesicht ist sicher Michaela DePrince. Die dunkelhäutige Tänzerin hat blitzschnell Solisten-Status...
Clip des Monats: Babine Suze
heißt dieser preisgekrönte Film aus Kroatien, der von den Tränen einer alten Bergbäuerin erzählt, die ungebeugt ihr Leben nach dem Tod ihres Mannes weiterführt. Die schwarzweißen Bilder zeigen zu dramatischer Musik eine raue Bergwelt im Küs-tengebirge von Paklenica nahe der Stadt Zadar, ein schlichtes Steinhaus und die alte Frau, Marije...
