jón vallejo
Ein Spanier in Dresden: Der Tänzer Jón Vallejo gehört von Beginn an zur Kompanie von Aaron S. Watkin, die jetzt nach einigen verwirrenden Namensspielen «Semperoper Ballett Dresden» heißt. Rasch machte er dort auf sich aufmerksam. In der Gruppe, in kleineren Soloaufgaben, in den Choreografien von William Forsythe fiel er erstmals auf. Inzwischen hat er es auch zu großen Rollen und für ihn kreierten Stücken gebracht.
Dabei drängt er nicht in den Vordergrund, er schätzt die Kraft der Gruppe, und er weiß, dass diese umso stärker ist, je weniger die individuellen Leistungen in ihr verloren gehen.
Beim Nachdenken darüber, wie diese unverzichtbare Individualität mit ihren unterschiedlichen Facetten zu beschreiben wäre, fallen zunächst drei Begegnungen mit Jón Vallejo in Dresdner Aufführungen ein. Da ist er einmal in der Rolle des Opfers in Jirí Bubeníceks Kreation «Der Nachmittag eines Fauns» zu sehen. Wie dieser Tänzer in seiner zerbrechlichen Unschuld zerrieben wird zwischen der handgreiflichen Begierde einer geistlichen Aufsichtsperson und den gewundenen Bewegungen des Fauns à la Nijinsky – als wertfreies Prinzip nicht zu steuernder Lust verstanden –, das ist von großer ...
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Tanz Januar 2014
Rubrik: menschen, Seite 24
von Boris Gruhl
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__________________nurejews salon
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