John Neumeier zum 80.

Über hundert Kreationen, eine Kompanie, eine Schule, eine Sammlung – und Verpflichtungen weltweit. Hamburgs Ballettchef bleibt ein Phänomen, auch mit 80+

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Wer heute in die Teenie-Phase kommt, hat politische Monokultur an der Staatsspitze erlebt: Angela Merkel regiert seit 2005 – und wird mittlerweile selbst von Gegnern dafür bestaunt, wie sie ihre Machtstellung behauptet hat. Wer knapp 50 ist und halbwegs tanzinteressiert, der kann sich nicht erinnern, dass es in der Freien und Hansestadt Hamburg je einen anderen Ballettprimus gab als Prof. Dr. h.c. John Neumeier.

1973 übernahm der gebürtige US-Amerikaner die Leitung des Hamburg Ballett und ging daran, ein Imperium aufzubauen: Zur Kompanie gesellte sich eine Schule, dann die weltweit bedeutendste Privatsammlung an Memorabilien zu Vaslav Nijinsky und den Ballets russes. Zuletzt kam eine Villa dazu, die nicht nur den Besitzer beherbergt, sondern auch besagte Kollektion und die Stiftung, die all das irgendwann verwalten soll. Und doch ist dieser Verbund nur Sidekick einer künstlerischen Mission, die da lautet: Es werde Tanz. Wenn der Choreograf am 24. Februar seinen 80. Geburtstag begeht und in Hamburgs Staatsoper «The World of John Neumeier» präsentiert (Anfragen zwecklos, längst ausverkauft!), kann er aus über hundert eigenen Werken ein Galaprogramm zusammenstellen. Die Franzosen ...

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Tanz Februar 2019
Rubrik: Menschen, Seite 22
von Dorion Weickmann

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Impressum 2/2019

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