Joe Alegado
Joe Alegado, seit zwanzig Jahren leiten Sie Intensiv-Workshops am Sportinstitut Tübingen. Ihre Seminare sind voll, Ihre Studierenden sind eine Mischung aus Tanzbegeisterten und professionell Unterrichtenden. Was bringen Sie ihnen bei? Mein Schwerpunkt liegt auf der Limón-Technik. Jahrelang arbeitete ich als Tänzer und Tanzlehrer am José-Limón-Institut in New York.
José Limón hat mich am stärksten beeinflusst, obwohl ich ihn nie persönlich kennenlernte. Meine Ausbildung begann am College in Corpus Christi, Texas. Ich trieb zunächst viel Sport, vor allem Basketball und Fußball. Später habe ich Unterricht in Klassischem Ballett und Jazztanz genommen. Meine Grundtechnik ist die von Limón, in meiner eigenen Entwicklung und Ausprägung.
Was ist das für eine Technik? Es geht um den Traum vom Tanz, gerade bei der Limón-Technik: die Überwindung der Schwerkraft. Sich gezielt mit den Gesetzen von Fall und Wiederauftrieb auseinanderzusetzen und die Verbindung von Bewegung mit Atmung zu finden, damit man die körpereigenen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Carolyn Carlsons Soli verdienen regelmäßig Standing Ovations für die Pariser Solo-Königin. Dutzende Stücke schuf sie für sich und gut zwanzig Soli für andere Tanzkünstler. «Man muss sich mit sich selber konfrontieren», sagt sie, «darum Soli». Ein solcher Abend kommt nun auch auf das finnische Kuopio zu, für das exakt vierzig Jahre alte Festival von Jorma Uotinen....
Freiheit – so fühlt sich dieser Tanz an. Mit Macht treibt er voran, strömt auf die Bühne wie angesogen von der ersehnten Aussicht, taumelt weiter, schneller, schwindelerregend, immer näher an den endlosen Himmel heran. Leidenschaftlich werfen die Tänzer ihre Arme und Beine in die Luft, als wären es Flügel und sie könnten sich in die Luft schwingen und das Dach des...
Salia Sanou und Seydou Boro gehören zu den Aushängeschildern eines zeitgenössischen afrikanischen Tanzes, den es, glaubt man Germaine Acogny im Senegal, gar nicht gibt.
Das z-Adjektiv steht in Afrika vor allem für «europäischen» Tanz. Aber was wäre die Kompanie Salia nï Seydou, hätten die beiden nicht vor 16 Jahren in Montpellier bei Mathilde Monnier ihre ersten...
