jeroen verbruggen
Mit einem «Nussknacker» eine Karriere zu beenden, um wenige Monate später mit einem «Nussknacker» eine Karriere zu starten, das gibt selbst Jeroen Verbruggen zu denken. Er nennt das zufällige Zusammentreffen «symbolisch», und es bestärkt ihn in der Richtigkeit seiner Entscheidung. Eigentlich war er ja mit seinen 32 Jahren als Tänzer keineswegs am Ende. Vielmehr hat er, relativ spät zum Ballett gestoßen, bis zuletzt seine Ausdrucksmöglichkeiten ausgereizt, ohne dabei auf tänzerische Virtuosität zu verzichten.
Das macht ihn nicht nur zu einem geradezu idealen Medium Marco Goeckes, mit dem er oft zusammengearbeitet hat. Das hat ihn mit der Zeit auch zu einer der charismatischsten Persönlichkeiten in den Schöpfungen von Jean-Christophe Maillot werden lassen. «Er hat mich immer als Tänzer ermu-tigt», erklärt Verbruggen rückblickend. Nach Jahren der Wanderschaft hat er in Monte-Carlo so Fuß gefasst, dass er sich jede Verrücktheit leisten kann. Und verrückt sind seine Auftritte alle. Und unverwechselbar. Das zeigt sich nicht zuletzt Ende 2013 in «Casse-Noisette Compagnie». Jean-Christophe Maillot choreografiert zum zweiten Mal einen «Nussknacker» und feiert damit eigentlich sein ...
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Tanz November 2015
Rubrik: Menschen, Seite 26
von Hartmut Regitz
im dezember: william forsythe
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