Ivan Vasiliev

Tanz - Logo

Endlich hat das Bolshoi einen neuen Vasiliev. Der einfache russische Familienname Vasiliev ist in der Ballettwelt lang schon ein Symbol für das russische Ballett und das Bolshoi. Vladimir Vasiliev war ein legendärer Tänzer der Jahre 1960 bis 1980, ein bisher nicht überbotener erster Spartak. Er versprühte den Stolz der russischen Kultur. Nach seinem Abschied von der Bühne verwaisten viele seiner Rollen – es gab für ihn keinen würdigen Ersatz. Dann gewinnt 2006 ein gewisser Ivan Vasiliev die Goldmedaille beim Int.

Ballettwettbewerb in Moskau, ein junges Bürschchen von nicht sehr großer Statur aus Weißrussland, mit einer für sein Alter phänomenalen Technik. Mit nur 17 Jahren verblüfft er durch geradezu unvergleichlich hohe Sprünge und schwindelerregende Drehungen – mit einem bezaubernden Lächeln. Der berühmte Vladimir Vasiliev gratulierte seinem Namensvetter herzlich und betrachtete ihn als seinen Nachfolger. Im gleichen Jahr wird Vasiliev II. ans Bol-shoi gebeten, Jurij Vladimirov ist sein Lehrer, ein berühmter Virtuose aus den 1960ern. Für Ivan Vasiliev bedeutet komplizierte Technik: eine He-rausforderung – verwegen und furchtlos demonstrierte er sie bei der Premiere von «Die ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2009
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 142
von Violeta Mainiece

Vergriffen
Weitere Beiträge
Oh, süsse Sklavin Leila

Der schwedische Schriftsteller Carl Jonas Love Almquist schreibt 1835 das Theaterstück «Signora Luna». Ein arabischer Muselman erobert darin nicht nur Sizilien, sondern auch das Herz der zarten Titelfigur, die für ihn die Treue zu Vaterland und Eltern vergisst. Was dem Muselman, Abul Kasem sein Name, allerdings überhaupt nicht gut bekommt. Das Stück ist...

Die Wirtschaftskrise

Raus aus dem Geklumpe! Soll man der zeitgenössischen Tanzszene Böses wünschen? Nein, das geht doch nicht. Sie hat es sowieso schwer genug. Tanz ist marginalisiert im Vergleich zu den anderen Künsten, beutet sich unaufhörlich aus. Immer fehlt es an allen Ecken und Kanten. Nur wie, fragt man sich, konnte es sich die Szene trotz all dieser Widrigkeiten so gemütlich...

Eine Tänzerin verschwindet

Eisiger Wind fegt über den Friedhof Montmartre. Warum nur lässt sich dieses Grab nicht mehr finden, es war doch irgendwo in der Nachbarschaft von Théophile Gautier, nicht weit von der Ruhestätte der Brüder Goncourt? Oder doch näher bei Heinrich Heine und Hector Berlioz? Komischerweise ist es auch vom Friedhofsplan verschwunden.

Da erscheint hinter der nächsten...