Im Dialog
«Ich habe Frankfurt vermisst und freue mich, dorthin zurückzukommen!», fällt Ioannis Mandafounis gleich zu Beginn unseres Gesprächs mit der Tür ins Haus. Für das Telefoninterview erreiche ich ihn in Nordschweden, wo er mit der Company Norrdans eine Wiederaufnahme probt. «One One One» ist ein Stück, in dem sich jeweils ein*e Zuschauer*in und ein*e Tänzer*in begegnen, ein stummer Dialog, der so lange andauert, wie der Blickkontakt gehalten wird. Oft wird es im öffentlichen Raum gespielt und provoziert hier so zufällige wie intime Begegnungen im Vorübergehen.
Im Sommer wird Mandafounis für zunächst fünf Jahre Künstlerischer Direktor der Dresden Frankfurt Dance Company – Nachfolger von Jacopo Godani an der Spitze der einstigen Forsythe Company. Sie ist an beiden Residenzspielorten zu Hause und wird von den Kommunen wie von den Ländern Sachsen und Hessen gefördert.
Diese für eine Tanzkompanie ungewöhnliche Struktur reizt den Choreografen, der bei der Dresden Frankfurt Dance Company das Beste aus beiden Welten zusammenbringen möchte: aus der institutionellen wie der freien Szene. «Ich möchte eine gute Balance zwischen beiden finden. Um erfolgreich zu sein, muss eine freie Company sehr ...
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Tanz 1 2023
Rubrik: Menschen, Seite 22
von Esther Boldt
Die vom Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (HZT) gehen auf dem Zahnfleisch. Und das war auch schon vor Corona so. Ein gut gehütetes Geheimnis ist die karge Ausstattung am HZT in Berlin nie gewesen. Bereits im April 2011 war in dieser Zeitschrift zu lesen, dass mit der Ausweitung des Lehrbetriebs nach der Pilotphase, der angestrebten Profilierung «der...
Die Romands hatten die Nase schon immer ein bisschen weiter vorn, die Tanznase ohnehin. Das zeigt sich jetzt wieder: Während sich in der deutschsprachigen Schweiz mehr und mehr Intendantinnen und Intendanten offenbar nicht auf eine choreografische Handschrift festlegen wollen, sodass bald drei von fünf institutionellen Ensembles von Dramaturginnen geleitet werden,...
Triggerwarnung: Dieses Heft enthält Darstellungen von teilweiser und vollständiger Nacktheit sowie Beschreibungen von wirtschaftlichen und emotionalen Ausbeutungsverhältnissen.
Triggerwarnungen, kurz TW, werden immer häufiger im Theater und im Tanz gesetzt. «Stroboskoplicht, Blut, tote Tiere (Ratten)» seien bei Florentina Holzingers «A Divine Comedy» zu erwarten,...
