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Er liebt es, sich ständig etwas Neuem auszusetzen: Shaolin-Mönchen, dem Tango, Wagners «Ring», japanischen Mangas, den Ballets russes, der Sprachverwirrung von «Babel», der «Nussknacker»-Märchenwelt, Ravels «Boléro». Sidi Larbi Cherkaouis Blick auf die Bewegung, welche Tanz wird, ist einer, der die Vielfalt sucht, das Neue, Andere in den Kulturen, Religionen und Kunststilen findet. Dieser Choreograf will nur eins: nicht stehen bleiben.
Andererseits ist Sidi Larbi Cherkaoui – als Sohn eines muslimischen Marokkaners und einer katholischen Belgierin in Antwerpen französischsprachig aufgewachsen – auch ein Mann der Treue. Was sich wie ein Faden durch sein vielgestaltiges Werk zieht und sich zum Beispiel im Festhalten, Weitermachen, abermaligen Stück-Entwickeln mit dem weltberühmten englischen Bildhauer Antony Gormley äußert. Fünfmal haben die beiden bereits zusammengearbeitet. Jetzt, beim sechsten Mal, erreicht ihre Kollaboration ein neues Niveau.
Aufbau, Bedeutung und Zerstörung
Und zwar wieder bei der für Innovatives offenen GöteborgsOperans Danskompani, wo die scheidende, inzwischen nach Wuppertal ans Tanztheazter gewechselte Chefin Adolphe Binder auf die clevere Idee verfiel, ...
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Tanz Mai 2017
Rubrik: Produktionen, Seite 9
von Manuel Brug
Am 2. Dezember 2015 wurde er zum Präsidenten des European Dancehouse Network (EDN) gewählt. Dieses Netzwerk verbindet 36 Tanzhäuser in Europa zwischen Edinburgh (Dance Base) und Budapest (Trafó). Mit dabei ist auch das Tanzquartier Wien, das Heun nur noch bis zum 30. Juni leiten wird. Dann ist Schluss. Bereits am 31. Mai wird er im tanzhaus nrw das Amt des...
Schulaufführung: The Contemporaries
Im «Hier und Jetzt» ist die Staatliche Ballettschule Berlin mit Wayne McGregor und Marco Goecke inzwischen angelangt, da verspricht der Untertitel zu «Volume 2» von «The Contemporaries» nicht zu viel. Zwar hat der Meisterchoreograf aus England seine «FAR»-Exzerpte nicht selbst einstudiert, aber das Ballett scheint wie geschaffen...
Ausstellung
Rudolf Belling
In diesem Œuvre kreuzen sich zwei Achsen der Moderne, trifft futurokubistische Ästhetik auf die schwingenden Formen des Tanzes aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Die Skulpturen von Rudolf Belling (1886 – 1972) balancieren auf der Grenze zwischen Ausdrucksemphase und geometrischem Art déco. Vielfach hat der Tanz ihnen Pate...
