Icon
Er liebt es, sich ständig etwas Neuem auszusetzen: Shaolin-Mönchen, dem Tango, Wagners «Ring», japanischen Mangas, den Ballets russes, der Sprachverwirrung von «Babel», der «Nussknacker»-Märchenwelt, Ravels «Boléro». Sidi Larbi Cherkaouis Blick auf die Bewegung, welche Tanz wird, ist einer, der die Vielfalt sucht, das Neue, Andere in den Kulturen, Religionen und Kunststilen findet. Dieser Choreograf will nur eins: nicht stehen bleiben.
Andererseits ist Sidi Larbi Cherkaoui – als Sohn eines muslimischen Marokkaners und einer katholischen Belgierin in Antwerpen französischsprachig aufgewachsen – auch ein Mann der Treue. Was sich wie ein Faden durch sein vielgestaltiges Werk zieht und sich zum Beispiel im Festhalten, Weitermachen, abermaligen Stück-Entwickeln mit dem weltberühmten englischen Bildhauer Antony Gormley äußert. Fünfmal haben die beiden bereits zusammengearbeitet. Jetzt, beim sechsten Mal, erreicht ihre Kollaboration ein neues Niveau.
Aufbau, Bedeutung und Zerstörung
Und zwar wieder bei der für Innovatives offenen GöteborgsOperans Danskompani, wo die scheidende, inzwischen nach Wuppertal ans Tanztheazter gewechselte Chefin Adolphe Binder auf die clevere Idee verfiel, ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Mai 2017
Rubrik: Produktionen, Seite 9
von Manuel Brug
Wie seit 1865 wirkt Lewis Carrolls skurrile Geschichte natürlich auch heute noch, wenn man nur in aller Unschuld ihren Inhalt nacherzählt, ohne eine zweite Ebene des Unterbewussten oder Unheimlichen einzuziehen. Selbst mit einem winzigen Bruchteil des Budgets, das Christopher Wheeldon 2011 für seine luxuriöse Londoner Inszenierung, die nunmehr auch in München...
Katja Schneider, Sie sind Tanzwissenschaftlerin und Dozentin am Theaterwissenschaftlichen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität in München – und Dramaturgin des Festivals «Dance». Für die 15. Ausgabe haben Sie nun ein internationales und fachübergreifendes Symposium konzipiert und greifen im Titel einen Gedanken der französischen Kollegin Laurence Louppe auf:...
Israel Galván
Wer einmal eine Fiesta erlebt hat, nach einer Flamenco-Aufführung als Spontan-Improvisation im kleinen Kreis von Aficionados, wird diese Beglückung nicht vergessen können: Ansporn für Israel Galván, an dem ungezügelten Lebens- und Kunstgefühl auch einmal ein größeres Publikum teilhaben lassen. Gemeinsam mit Patricia Caballero holt er deshalb «La...
