Höfische Festkultur
ist ein Schatz, den der Filmautor und -regisseur Kaspar von Erffa in Potsdam heben will. Denn dort wimmelt es von preußischen Schlössern und Gärten. Nun soll allsommerlich Fritzens alter Glanz und Gloria wieder auferstehen. Feste, höfische Tänze, Maskenbälle, Choreografien zu Pferd, nicht alle Lustbarkeiten sind vergessen. Wenn auch zum Weltkulturerbe nur alte Steine zählen: Warum nicht, wie in Asien üblich, auch überlieferte Feste? Man weiß viel über die durchorganisierten Hofkünste, die Choreografien sind erhalten. 1821 gewann Friedrich Wilhelm III.
für den Besuch des mit einer Preußenprinzessin verheirateten Zarewitschs Nikolaus seinen eigenen Baumeister, den berühmten Karl Friedrich Schinkel, der sich um Ausstattung und Kostüme kümmerte. Gern würde Kaspar von Erffa auch die Rekonstruktion des «Grand Caroussel» besorgen, das Friedrich der Große 1750 veranstaltete. 2012 könnte man es vor dem Neuen Palais zum 300. Geburtstag des Monarchen noch einmal feiern. Aber es fehlt an politischem Willen. Monarchistische Verschwendung im demokratischen Sozialstaat. Das geht nicht. Oder? Die Landesbanken von Brandenburg und Berlin sind anderer Meinung. Von Erffas Business-Plan haben sie mit ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Philip Taylor,
in Ihrem neuen Stück arbeiten Sie zum ersten Mal mit einem «Mixed-Ability»-Ensemble – drei Ihrer sechs Tänzer sind blind. Behindert Sie das bei der Arbeit? Behindern? Nein. Natürlich muss man sich darauf einstellen. Davon abgesehen ist die Arbeit gerade wegen der ungewohnten Umstände unheimlich kreativ. Ich habe selten so viel...
Was immer man einen Künstler fragt: der Grat zwischen produktiver Neugier und Indiskretion ist ein schmaler. Breiter wird er, wenn man wie bei einem Balanchine oder Forsythe sich auf Fragen nach Form und Struktur verlassen kann und darüber die persönlichen Imponderabilien gern vernachlässigt. Sie sind ja ohnehin nur spannend, wenn sie gehörig sublimiert werden....
Diese schwergewichtigen Tänzer wollen unbeschwert und völlig losgelöst hoch hinaus. Auf Kuba, der kommunistischen Karibik-Insel mit all den drahtigen Muskel-Macho-Männern, hat die Companía Danza Voluminosa eine zweite Revolution angezettelt. Wann sah man je so füllige Ballerinen so kokett ihre mächtigen Schenkel lüpfen oder mit weit ausgespannten Wabbelarmen zum...
