Highlights 10/19
Berlin: Eifman Ballet
In «My Fair Lady» hat Professor Higgins bekanntlich seine Erziehungsmission singend bewältigt. Im «Pygmalion-Effekt» von Boris Eifman muss sich ein erfolgreicher Balletttänzer auf choreografische Weise damit auseinandersetzen. Schließlich will er eine ungelenke Vertreterin des städtischen Armenviertels partout zu seiner virtuosen Partnerin ummodeln: kein einfaches, wenngleich durchweg komödiantisches Unterfangen, wie man im Rahmen der «Russian Seasons» in Berlin sehen wird. Ganz anders «Anna Karenina», mit der das Eifman Ballet -St.
Petersburg im Anschluss an die Deutschland-Premiere des «Pygmalion-Effekt» im Theater am Potsdamer Platz gastiert. Eifman hat Tolstois Roman bereits 2005 interpretiert: ein hochemotionelles Stück Tanz zu Tschaikowsky-Musik, das hierzulande geradezu zum Vergleich mit den Versionen von John Neumeier und Christian Spuck herausfordert. Vom 17. bis zum 20. Oktober;
www.russianseasons.org; www.berlin.de
Den Haag: Kunstkamer
Die Jubiläumsspielzeit des Nederlands Dans Theater (NDT) hat es in sich: Nach einem Moratorium lässt Jiří Kylián zum 60. Geburtstag der Kompanie seine Werke wieder sehen, mit Hans van Manen ist eine der ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Oktober 2019
Rubrik: Tanz im Oktober, Seite 44
von
Zwei Jahre, dann hatte Silvana Schröder die größte Klippe umschifft. Und die hieß: Yoko Ono. Wer einen Abend über John Lennon machen will, kriegt es auf jeden Fall mit der Witwe des Ex-Beatle zu tun, die sehr genaue Vorstellungen davon hat, was sie sehen will und was nicht. Im zweiten Anlauf hat Schröder, Direktorin des Thüringer Staatsballetts, die streitbare Yoko...
Transatlantischer Doppelpack
Zwei komplett unterschiedliche Tanzfarben an einem Abend, zu besichtigen via TV oder Netz: Zunächst zeigt 3sat ein vierteiliges Programm des Alvin Ailey American Dance Theater in Erstausstrahlung mit Werken von Wayne McGregor, Ronald K. Brown, Robert Battle und – natürlich! – Ensemblegründer Alvin Ailey, dessen afroamerikanischer...
Es gibt sicher noch viel mehr Gründe zu tanzen. Aber die 111, die Lisa Bales im Rahmen einer literarischen «Liebeserklärung» vereint, lassen sich diskutieren – darunter ein paar, die auf den ersten Blick eher kurios erscheinen («Weil Kakadus tanzen»), während andere auf der Hand liegen («Weil man Körperbewusstsein entwickelt»). In elf Kapiteln listet die Münchner...
