Handbuch
Seien wir realistisch: Billy Elliot, der britische Junge aus dem gleichnamigen Erfolgsfilm bzw. -Musical, dürfte nicht der letzte Junge gewesen sein, der wegen seiner Leidenschaft für den Tanz Spott aus seinem Umfeld kassieren musste.
Das weiß auch die Tanzpädagogin und Referentin des DTB (Deutscher Turner-Bund) für Kindertanz, Julia Dold, die soeben ihr zweites Buch in der DTB-Reihe «Wo Sport Spaß macht» vorgelegt hat.
Nach dem kreativen Kindertanz im Allgemeinen widmet sich die Autorin in «Tanz- und Bewegungsideen für Jungen» nun der Frage, wie man Jungs zum Tanzen bringen kann. Und das funktioniert laut Dold besonders gut mit neuen Inhalten: tänzerische Ballspiele, Hip-Hop- und Parkour-Elemente, Bewegung basierend auf Physikalität, Wettkampf, auf «Auspowern». Der bebilderte Band, auch als E-Book erhältlich, ist alles andere als text- und theorielastig: ein übersichtliches Handbuch für die tägliche Unterrichtspraxis mit konkreten Angeboten und Methoden, gesammelt von einer Autorin, die auch als Choreografin bei diversen Tanztheaterproduktionen mit Kindern und Jugendlichen auf jede Menge praktischer Erfahrung zurückgreifen kann.
Marc Staudacher
«Tanz- und Bewegungsideen für ...
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Tanz Oktober 2017
Rubrik: Praxis, Seite 74
von Red.
Als Leiter des Bayerischen Juniorballetts geben Sie bei der «euro- scene Leipzig» einen Workshop zum «Triadischen Ballett». Wie wird er aufgebaut sein? Der Workshop ist für Amateure und semi-professionelle Tänzer, also habe ich drei Tänze ausgewählt, die leicht zugänglich sind: den «Hampelmann», die «Spirale» und die «goldenen Kugeln». Dabei geht es unter anderem...
Newcomer: Volmir Cordeiro
Wie wäre der Blick zu tanzen? Das ist die Frage hinter dem Quartett «The eye the mouth and the rest» des 30-jährigen Brasilianers Volmir Cordeiro. «Was mich wirklich interessiert, ist der Moment, in dem das gegenseitige Sich-Anschauen zu einer Art respektlosem Akt wird», sagt er. Auf der Bühne zusammen mit Marcela Santander Corvalán,...
Zwei Männer auf einem Bett, auf allen vier Seiten vom Publikum umringt. Die beiden kuscheln, halten Händchen, immer wieder unterbrechen auch aggressive Beckenstöße ihre Zärtlichkeiten. Sie starren einander an, wild, blicken dann ebenso wild ins Publikum. Und genau das macht die ohnehin schon intime Situation noch verstörender für die Betrachter: Beim Zusehen vom...
