Glen Tetleys «Pierrot Lunaire»

London

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Bevor Glen Tetley (tanz 2/26) nach dem Zweiten Weltkrieg zum Tanz fand, führte ihn sein Weg zunächst durch ein Medizinstudium und zur U.S.-Navy. Sein choreografisches Schaffen spiegelt diesen Erfahrungsschatz wider und speist sich aus diversen Ideen und Bildwelten, wobei Tetley beständig narrative Strukturen aufbrach, um den künstlerischen Fokus auf die Bewegungsinhalte zu richten.

1962 gründete Tetley seine eigene Compagnie, mit der er einen unverwechselbaren Stil entwickelte und verfeinerte, indem er klassisches Ballett mit Modern Dance fusionierte und dabei auf die Erfahrungen aufbaute, die er in der Zusammenarbeit mit Hanya Holm, Martha Graham und Antony Tudor gewonnen hatte. Mit «Pierrot Lunaire» gelang ihm der choreografische Durchbruch, das Stück wurde zu seinem unsterblichen Vermächtnis. Es beruht auf Arnold Schönbergs gleichnamigem Liederzyklus mit lyrischen Texten aus Albert Girauds «Rondels bergamasques», welche sich ihrerseits um die Commedia-dell’arte-Figuren Pierrot, Columbine und Brighella ranken, die Tetley auf – und mit – Rouben Ter-Arutunians einmaliger Gerüst - konstruktion agieren lässt.

Nachdem das Stück 20 Jahre nicht gezeigt worden war, hat das Londoner ...

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Tanz April 2026
Rubrik: Side step, Seite 17
von Graham Watts

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