Glamour

Guillaume Diop verleiht dem Ballett der Pariser Opéra neue Strahlkraft, ob an der Seine, in New York oder als olympischer Solist

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Geschichte schreiben. Geschichte tanzen. Und das in Echtzeit, mitten in Paris, mit dem Ballet de l’Opéra als Hauptspielplatz. Es war und bleibt Guillaume Diops Hauptrolle. Und mehr oder weniger eine unfreiwillige. Die Schlagzeilen überschlugen sich, als Diop mit gerade 23 Jahren zum ersten Schwarzen Danseur étoile ernannt wurde. Dabei konnte er selbst am allerwenigsten dafür, dass die Pariser Oper im Schritthalten mit der gesellschaftlichen Entwicklung enormen Aufholbedarf hatte, und trotz seines Triumphzugs auch weiterhin hat. Schlimmer noch, es wurden seltsame Gegenstimmen laut.

So richtig «schwarz» sei er doch gar nicht. Nur so halb, irgendwie, als Sohn eines Senegalesen und einer Französin. Also, wozu das Theater, fragten einige. Und überhaupt: Er sei doch nur zum Danseur étoile befördert worden, unerhörter Weise die Stufe des Premier danseur überspringend, weil die Opéra ein Feigenblatt der Diversität gebraucht habe. «So angezweifelt zu werden, war das Schwerste in meiner Laufbahn», erinnert er sich. Sein oberster Vorgesetzter, Generaldirektor Alexander Neef appelliert an alle, Diop einfach einen tollen Tänzer sein zu lassen (tanz 10/25). Und bescheinigt dem heute ...

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Tanz Februar 2026
Rubrik: Menschen, Seite 32
von Thomas Hahn

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