Gesellschaftstanz, Flexible silence, Lemi Poifasio, Márcia Haydée
gesellschaftstanz
Chiffon und Pailletten für sie, Frack und Fliege für ihn, viel Schminke und Haarspray für beide – so sieht das Klischee aus, wenn die Rede auf Gesellschaftstanz kommt. Dabei ist die soziale und sportive Inszenierung auch mit der Kunst verbandelt. Das Bild hat sich gewandelt, alte Zöpfe wurden abgeschnitten (oder doch ordentlich gekürzt). Was es heute mit Cha-Cha-Cha, Walzer & Co auf sich hat, beleuchten wir künftig alle zwei Monate in einer Serie.
flexible silence
Dass Saburo Teshigawaras im Bühnenraum Sinn und Sinnlichkeit zur Deckung bringt, hat der Japaner vielfach bewiesen. Die Franzosen wissen das besonders zu schätzen. So hat Teshigawara im Pariser Théâtre National de Chaillot nun «Flexible Silence» produziert – zu Musik von Toru Takemitsu und Olivier Messiaen, live gespielt vom Ensemble intercontemporain.
lemi ponifasio
kommt vom anderen Ende der Welt, um in Hamburg das Festival «Theater der Welt» zu eröffnen. Was er mitbringt, wird die Menschen einmal mehr bezaubern – und mit fremder Förmlichkeit irritieren. Lemi Ponifasio, in einem Dorf des Inselstaats Samoa geboren, ist Choreograf, vor allem aber ein Botschafter ritueller Schönheiten. Ein Porträt.
márcia ...
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Tanz März 2017
Rubrik: Vorschau / Der direkte Weg zu tanz, Seite 80
von
Der «Totentanz I» dauert gerade mal sieben Minuten, aber die haben es in sich. Sobald sich das Dunkel der Bühne lichtet, lassen sich die Verblichenen noch einmal sehen in ihrer ganzen Farbigkeit: blau die dominierende Frauenfigur, springlebendig die rote, ruhiger die grüne, fast ein wenig unscheinbar die gelbe. Schwarze Zwergenhüte auf dem Kopf, könnte man die vier...
Ahmad Joudeh, Sie sind 26 Jahre alt und saßen als ausgebildeter Tänzer und Choreograf gewissermaßen ohne Perspektive in Syrien fest. Bis der Direktor von Het Nationale Ballet, Ted Brandsen, Sie vor ein paar Monaten nach Amsterdam geholt…
... und sozusagen meine Rettung organisiert hat. Ted hat Geld gesammelt für meine Reise, mir einen Platz in der nationalen...
Erfolgreich und gescheitert zugleich! Anne Teresa De Keersmaekers erste Pariser Opernregie begeistert Tanzkenner, verärgert – trotz exzellenter Sänger – das Opernpublikum und lässt die Tänzer des Ballet de l’Opéra gefrustet zurück. Denn die Choreografin hat aus Mozarts «Così fan tutte» mehr oder weniger ein Werk ihrer eigenen Truppe Rosas gemacht.
Die Idee ist...
