Geld für die Schule: John-Cranko-Stiftung
Eine kleine Bombe zündete der ehemalige Stuttgarter Ballettintendant Reid Anderson bei der offiziellen Eröffnung der neuen John Cranko Schule Ende September (tanz 8-9/20): Er verkündete die Existenz einer John-Cranko-Stiftung und dass die ihr zufließenden Erlöse künftig an die Ballettschule gehen sollen. Die Rechte an Crankos Werken liegen bei Andersons langjährigem Partner Dieter Gräfe, der seit 1962 Ballettsekretär bei Cranko und nach dessen Tod stellvertretender Direktor in Stuttgart war.
Die vor allem dank des weltweit gespielten «Onegin» strömenden Tantiemen kehren also zu John Cranko zurück, dessen Name mit der neuen Schule fest im Herzen von Stuttgart verankert ist. Oft genug war gefordert worden, Gräfe solle mit dem Geld zum Bau beitragen – er betrachtete die neue Ballettschule als eine Aufgabe von Stadt und Land, jetzt steht das Haus, und das Geld wird fließen. Während Näheres wie etwa die Besetzung des Vorstands im Dezember bekannt gegeben werden soll, gilt, so Anderson, auf jeden Fall: «Alles wird dann an die Schule gehen, um sie für immer zu schützen.»
Angela Reinhardt
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Tanz Dezember 2020
Rubrik: Praxis, Seite 59
von Angela Reinhardt
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