Bremen: Nuria Guiu Sagarra «FUTURALGIA»

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Zu Beginn ist das kein Stück, es ist ein Ausprobieren, ein Warmmachen. Nora Ronge übt Dehnungen. Aaron Samuel Davis verliert sich im individuellen Tanz. Young-Won Song und Andor Rusu scherzen miteinander. Und Alexandra Llorens spielt einschmeichelnden R’n’B über ihr Handy. Das Publikum sitzt um die rechteckige Bühne im Kleinen Haus des Theaters Bremen und schaut keiner Aufführung zu, sondern dem intimen Alltag von Tänzer*innen. Lässig. Konzentriert.

Núria Guiu Sagarras «Futuralgia» ist eben doch ein Stück.

Erste Skizzen entstanden im Frühjahr, dann verabschiedete sich das Theater Bremen in den Corona-Lockdown, und auch die Tanzkompanie Unusual Symptoms konnte erst mal nicht weiterproben. Was ging: Zoom-Rehearsals. Individuelle Übungen. Eigeninitiative. Die bildet «Futuralgia» ab: Was in den ersten Minuten noch an eine Probe erinnert, an die fokussierte Strenge, die sich entwickelt, wenn ein Stück noch nicht fertig ist, aber schon erste Strukturen sichtbar sind, zerfällt. Statt nervösem, gemeinsamem Lachen zeigt Ronge jetzt Yoga-Übungen, Rusu ein kurzes Solo. Was man halt so macht, nachdem die anderen unspektakulär die Bühne verlassen haben.

Es gibt weiterhin Gruppenbilder, aber ...

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Tanz Dezember 2020
Rubrik: Kritik, Seite 31
von Falk Schreiber

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