Gegenwart und Zukunft/Present and future
Mit der englischen Sprache kommt man so ziemlich überall durch. Auf jeden Fall in der Tanzwelt, die sich faktisch interkontinental auf diese Weise verständigt – das Fachfranzösisch des Balletts ausgenommen. Während es im anglophonen Sprachraum – Australien, Großbritannien, Nordamerika – namhafte Magazine gab und noch gibt, blieb die Tanzpublizistik in Europa vielfach nationalsprachlich verankert. tanz ist bislang ausschließlich auf Deutsch erschienen – das scheint uns nicht mehr zeitgemäß.
Also wagen wir, wagt der Theaterverlag Friedrich Berlin GmbH nun den digitalen Schritt in die globale Tanzlandschaft. Schon im April haben wir die erste Ausgabe im Netz barrierefrei zugänglich gemacht, ab Mai lässt sich tanz – international edition nun ganz offiziell beziehen – ein Jahr lang zum Vorzugspreis!
Wir möchten den Horizont erweitern, für unsere Leser*innen wie für uns selbst. Was hier im Heft gedruckt zu finden ist, tanzt nun zugleich auf Englisch über die weltweite Netzbühne: optisch opulent und passgenau aufbereitet, mit Bewegtbildern versehen, inhaltlich so informativ, differenziert, vielfältig und breit gefächert, wie es uns von jeher ein Anliegen ist. Für alle Rubriken, alle Strecken, inklusive der Serviceteile und Listings.
Was wir uns wünschen? Natürlich viele Zugriffe, Abonnent*innen, Reaktionen – und dass wir einen fruchtbaren Beitrag leisten zu einer Verständnisund Verständigungskultur, von der auch wir tagtäglich lernen. Was in diesen Tagen vielleicht wichtiger ist denn je, damit das Trennende nicht auf Dauer die Oberhand bekommt.
In dem Sinn: weitersagen, weitertragen. Auf www.tanz-international.com findet die Tanzgegenwart statt. Und die Zukunft auch! Ihre tanz-Redaktion
English gets you by almost everywhere. In any case, the dance community communicates in English across the continents – except for the French Ballet terminology, of course. While notable dance publications in Australia, the UK and the U.S. have shared a common language, journalists in Europe largely write in their national languages. Until now, tanz appeared exclusively in German. This seems no longer timely.
Therefore we – the Theaterverlag Friedrich Berlin GmbH publishing house – are now taking the digital step into the global dance landscape. Back in April, we made the first issue accessible online. From May onwards, tanz – international edition will be officially available for purchase – at a special price for the first year!
We want to broaden the horizons, for our readers as well as for ourselves. What can be found in printed form in this magazine is now also represented in English on the global internet stage: visually opulent, neatly edited content along with moving images, covering all our sections, features and listings and just as informative, sophisticated, and diverse as has always been our concern.
We are looking forward to lots of visits, subscribers, and feedback, hoping to make a productive contribution to a culture of understanding and communication, which we feel is vital in increasingly divisive times.
So, spread the word: www.tanz-international.com is where dance – present and future – takes place!
Yours, the editors of tanz
Tanz Mai 2025
Rubrik: Editorial, Seite 1
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«International DANCE Festival München» heißt das zeitgenössische Tanz-Aushängeschild der bayerischen Landeshauptstadt. Mit der Ausgabe 2025 debütiert Tobias Staab als Chefkurator, der ganze Programmteile ins Museum montiert, aber auch der großen Bühne zu ihrem Recht verhilft. Kurzum: spannender Mix vom 22. Mai bis zum 1. Juni – wir präsentieren vier Highlights. www.dance-muenchen.de
...Es ist vorbei. Seit 2020 bilden Sofiia Stasiv und Denis Cvetković das kleine Tanzensemble am Theater der Jungen Welt in Leipzig und haben alleine, zusammen oder in Cross-Over-Produktionen mit Schauspiel und Figurentheater Tanz für junges Publikum gemacht. Sogar für ein ganz junges, denn mit Stücken wie «Wuchs» oder «Wirbel, Wickel, Weich» haben sie explizit die jüngste Zielgruppe in den...
Erste Premiere, erste Pause: Im Parkett, vor Reihe 12 des Leipziger Opernhauses, hat sich eine kleine Menschentraube gebildet. «Bon soir», «Hello», «Hola» schallt es kreuz und quer, man liegt sich in den Armen, Freunde begrüßen einander. «Lange nicht gesehen, comment ça va?» Ein Kopf ragt ein wenig über die anderen hinaus – strahlendes Lächeln im Gesicht. Rémy Fichet wirkt gelöst, ja eine...
