Frieder Weiss
Wir treffen uns um 14.33 Uhr, Gleis drei, Berlin Ostbahnhof, ICE, Speisewagen Kurs München. Wir haben seine Taschen noch nicht verstaut, da bricht schon die New Economy zusammen, und sofort lässt auch das Interesse des Tanzes an den Neuen Medien nach ...
Frieder Weiss kommt einfach sofort zur Sache. «Das Ende der New Economy machte Schluss mit Tänzern, die vorprogrammierte Klangcluster dadurch auslösten, in dem sie durch den Raum tobten und hofften, von all den auf sie gerichteten Sensoren bemerkt zu werden. Es war eine Falle, auch ästhetisch», sagt Frieder Weiss.
Konzentriert fährt er fort: «Nur, wenn man denkt, das Ballett sei eine Illustration von Musik, dann stimmt auch das Gegenteil: Dass die Musik, die Tänzer auslösen, ihren Tanz tatsächlich illustriert.» Aber ist das interaktiv? Und wenn schon, dann von doch fraglichem ästhetischen Reiz.
Das Wiedererstarken der Neuen Medien im Tanz
Diese Zeiten sind vorbei, beschließt Frieder Weiss, der Software-Entwickler. Die Baisse hat er ausgehalten, weil er mit der Tanzszene liiert ist. Gerade beendete er eine Residenz am Berliner Tesla (ehemals Podewil) und wurde in seiner kurzen Zeit hier bestürmt von Tanzkompanien wie LaborGras, ...
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Pas de trois hinter Bücherrücken
Die Bibliothek. Es ist still hier. In den weißen umlaufenden Vitrinen stehen sie in schöner Eintracht nebeneinander, lexikalisches Wissen und Biografien. Die Tür geht auf. Als erstes kommt Vianne Margot herein, in schwarzen Schläppchen und knapp sitzendem Trikot in einem Kinderwagen thronend. Ihre zarte Hand schlingt sie fest um...
Bevor Marcia Breuer diese Frage stellen kann, muss man erst einmal Platz schaffen für eins der «bewegendsten» Bücher der letzten Zeit. Ganze dreizehn Meter lang ist das Leporello. Schlägt man allein die 53 Außenseiten des Buchs auf, stößt man auf Aussagen von Reid Anderson, Bridget Breiner, Robert Conn, Eric Gauthier, Marco Goecke, Yseult Lendvai, Christian Spuck –...
The skyline of Dublin is littered with cranes as the city feverishly transforms Celtic Tiger cash into bricks and mortar. The city’s architecture is always a gauge to prosperity – like relating the length of skirts to the mood on Wall Street – and it can choose to either look back or forward depending on the relative (dis)comfort of its bank balance. Right now...
